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Umweltorganisation BUND handelt vorschnell in aktueller Tierschutzdiskussion

Einen Tag vor der entscheidenden Sitzung im Bundesrat zur Anpassung der Rechtsvorschriften zur Legehennenhaltung, präsentiert der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Berlin im Rahmen einer Pressekonferenz ein Gutachten der Universität Kassel. Dieses soll sich mit vermeintlich methodischen Fehlern und Mängeln einer Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover (THH) zum Leistungsniveau und Gesundheitsstatus in verschiedenen Legehennenhaltungssystemen beschäftigen.
  
Der BUND versucht offensichtlich die fundierte wissenschaftliche Argumentation für eine jetzt notwendige Weiterentwicklung der rechtlichen Vorgaben zur Hennenhaltung grundsätzlich in Frage zu stellen. Der Bundesverband Deutsches Ei e.V. weist darauf hin, dass Basis der politischen Diskussion die unter der Koordination von Prof. Dr. Hans-Wilhelm Windhorst, Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA), eine rund 250-seitige Ausarbeitung mit 11 Beiträgen von 24 Wissenschaftlern aus ganz Deutschland ist. Diese ganzheitliche Dokumentation mit Einbindung der Studie der THH, kurz "Dossier Legehennenhaltung" genannt, behandelt die Aspekte des Tierschutzes und der Tiergesundheit, des Verbraucher- und Umweltschutzes sowie der Ökonomie. Es zeigt auf, dass der deutsche Alleingang in Europa mit der Festlegung ausschließlich auf die Boden- und Freilandhaltung und der Nicht-Zulassung der "Kleingruppenhaltung" korrigiert werden muss und dabei alle Haltungsformen einer erweiterten Erprobung und Bewertung zu unterziehen sind.
  
Dabei sollten sich Wissenschaftler, Politiker, Tier- und Umweltschützer um eine Zusammenarbeit bemühen um Lösungen zu finden und nicht anfangen, auf der Basis von Emotionen oder methodischen Fehlern zu diskutieren und sich gegenseitig zu entwerten.
  
Dieses "Innehalten" macht es notwendig, die Übergangsfrist vom 31. Dezember 2006 auf den 31. Dezember 2009 zu verlängern.

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Tier- und Verbraucherschutz oberste Maxime bei Legehennenhaltung

Bauernverband und Geflügelwirtschaft fordern vorbehaltlose Prüfung der Alternativen

Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) stehen zur Abschaffung der herkömmlichen Käfighaltung. Umso dringlicher ist es, dass der Bundesrat am morgigen Freitag (28.11.203) die Weichen für eine dynamische Weiterentwicklung der Legehennenhaltung im Sinne des Tier-, Verbraucher- und Umweltschutzes stellt. Dies bekräftigten die Präsidenten des DBV, Gerd Sonnleitner, und des ZDG, Gerhard Wagner, in einem gemeinsamen Brief an die Ministerpräsidenten der Länder im Vorfeld der Bundesratssitzung.

Mit der Novelle der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung müsse der Bundesrat eine Prüfung aller Alternativen zur Käfighaltung vorurteilsfrei auf wissenschaftlicher Basis zulassen. Hierzu gehören die Boden- und Freilandhaltung ebenso wie die in Erprobung befindliche Kleingruppenhaltung. Sonnleitner und Wagner betonten weiter, dass dabei tierschutz-, verbraucherschutz- und umweltschutzrelevante Kriterien einbezogen werden müssten.

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BUND-Studie zum Legehennenstreit

Eierproduzenten verpassen Marktchance - Bundesrat darf Tierschutz nicht auf Basis fragwürdiger Studie aufgeben

Durch ihre Blockade der geltenden Legehennenverordnung verbauen sich die deutschen Eierproduzenten den Einstieg in die Märkte der Zukunft. Das erklärte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf einer Pressekonferenz in Berlin. Allein beim größten Lebensmitteldiscounter sei der Anteil an Freilandeiern in den letzten fünf Jahren von zehn auf fast vierzig Prozent sprunghaft gestiegen. Trotzdem würden die hiesigen Eierproduzenten nichts unversucht lassen, um das Ende der tierquälerischen Käfighaltung hinauszuschieben.
  
Hubert Weiger, agrarpolitischer Sprecher des BUND: "Wenn der Bundesrat morgen über die Legehennenverordnung befindet, dient als Entscheidungsgrundlage eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, die artgerechte Tierhaltungsformen als tierfeindlich denunziert. Die Studie basiert aber auf Datenmaterial, das weder repräsentativ noch wissenschaftlich seriös ist. Somit ist das Hauptargument für die Beibehaltung von Käfigen obsolet. Die Bundesländer müssen die Legehennenverordnung lassen wie sie ist, sonst missachten sie ihre Verantwortung für mehr Tierschutz, die ihnen vom Bundesverfassungsgericht zugewiesen wurde. Hühnerkäfige gehören ohne Wenn und Aber verboten."
  
Der BUND hat die Studie über die angeblich negativen Wirkungen der artgerechten Hühnerhaltung analysieren lassen. Das Institut für Angewandte Nutztierethologie und Tiergerechte Nutztierhaltung der Universität Kassel kommt zu dem Ergebnis, dass wichtige Fragen der Tierernährung, der Vererbung und der Aufzuchtbedingungen unberücksichtigt blieben. Zudem sei die Stichprobenzahl in der Fragebogen-Studie viel zu gering um repräsentativ zu sein, basiere lediglich auf Selbstauskünften der Hühnerhalter und weise eine Reihe weiterer methodischer Fehler auf.
  
BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning: "Auch das Argument der Hühnerbarone, sie würden ihre Produktionsstätten wegen des Käfigverbots ins Ausland verlagern, zieht nicht. Jetzt schon importiert Deutschland 3,9 Milliarden Eier überwiegend aus EU- Staaten mit weit höherem Freilandhaltungsanteil als bei uns. Die angeblich für die Produktionsverlagerung in Frage kommenden Drittländer sind außerdem in Kürze ebenfalls Teil der EU, in der konventionelle Käfige ab 2012 verboten sind. Und wenn Käfigeier eindeutig als solche gekennzeichnet sind, werden die Verbraucher sie meiden. Deutschland muss hier seine Marktchancen nutzen. Der Bundesrat sollte die Hühnerbarone morgen an die Leine legen: Die Käfighaltung für Legehennen muss ab 2007 verboten bleiben."
  
Die BUND-Studie zur Tiergerechtheit von Haltungssystemen für Legehennen unter [www.bund.net]

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Schwarze Schafe im Berliner Fleischhandel?

Veterinärmediziner untersucht Lücken im Verbraucherschutz

Bestimmte Gewebe von Schafen sind seit der BSE-Krise durch die Europäische Union als Risikomaterial eingestuft worden und müssen unter amtlicher Aufsicht nach der Schlachtung entfernt und auf einer dafür zugelassenen Deponie entsorgt werden. Dass diese Vorschriften in bestimmten Bereichen lückenhaft durchgesetzt werden, zeigt eine kürzlich erschienene Dissertation an der Freien Universität Berlin. Der Veterinär Dr. Mostafa Bachari befragte 62 muslimische Fleischer, die Schaffleisch im Sortiment haben. Er fand heraus, dass 40 Geschäfte Lämmerköpfe inklusive Hirn verkaufen, in 32 Fällen wurde das Rückenmark der Tiere nicht entfernt und somit an den Verbraucher weitergegeben. Zwar ist das Risiko, sich mit einer TSE-Erkrankung durch Schaffleisch anzustecken, gering. Die Übertragungswege sind jedoch bislang nicht vollständig erforscht. Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes sollte eine eventuelle Ansteckung durch Präventionsmaßnahmen gänzlich ausgeschlossen werden.


Experimentell lassen sich Schafe mit BSE-Erregern infizieren. Bedenklich ist, dass die Verfütterung von Futtermitteln tierischer Herkunft erst 1994 verboten wurde. In den 80er und 90er Jahren wurden Schafe mit Futtermitteln, die Fleisch- und Knochenmehl enthielten, gefüttert. Darüber hinaus wurde das Verbot bis zum Herbst 2000, dem Zeitpunkt des ersten BSE-Falls bei einem Rind in Deutschland, nur unvollkommen durchgesetzt.

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Höhere Ferkelimporte

Zufuhren aus Holland und Dänemark gestiegen

Die Auslandslieferungen von Ferkeln an den hiesigen Markt haben zugenommen. Im Zeitraum Januar bis August dieses Jahres führte Deutschland insgesamt knapp 1,9 Millionen Ferkel ein, gut zehn Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahreszeit. Insbesondere die Importe aus den Niederlanden und Dänemark legten zu.

Nach Angaben der zuständigen Produktschap verkauften die Niederlande 2002 rund 3,3 Millionen Ferkel ins Ausland. Neben Spanien gehörte auch Deutschland zu den wichtigsten Abnehmern. Bis August 2003 lieferten die Niederländer bereits rund 1,05 Millionen Ferkel an den deutschen Markt, zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, und das trotz der Rückgänge bei den niederländischen Sauenbeständen.

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Weniger Eier in Deutschland verbraucht

Selbstversorgungsgrad nahm 2003 ab

Deutschland ist bei der Versorgung der Bevölkerung mit Eiern stark auf Einfuhren angewiesen. Die Lücke zwischen eigener Erzeugung und Nahrungsverbrauch ist 2003 nach ersten Hochrechnungen der ZMP wieder etwas größer geworden. Die deutsche Eierproduktion wurde im jetzt zu Ende gehenden Jahr erneut reduziert und erreichte schätzungsweise 13,2 Milliarden Stück, das wären 5,7 Prozent weniger als 2002.
 
Der Nahrungsverbrauch wird auf 17,64 Milliarden Eier veranschlagt. Vor fünf Jahren, 1998, waren noch 18,45 Milliarden Eier in Deutschland gegessen worden. Der Selbstversorgungsgrad an Konsumeiern sank um drei Prozentpunkte auf 71 Prozent.

Die heimische Eierproduktion wird zwar durch Importe ergänzt, die Einfuhren sind im laufenden Jahr jedoch aufgrund der Geflügelpest in unserem wichtigsten Lieferland, den Niederlanden, geschrumpft. Die entstandene Lücke ließ sich durch Zufuhren aus anderen Ländern und durch reduzierte Exporte nicht schließen. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Eiern dürften hierzulande daher um drei auf 214 Stück zurück-gegangen sein, 1998 hatte jeder Bundesbürger noch 225 Stück konsumiert.

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Thailand exportiert viel Hähnchenfleisch

Lieferungen nach Deutschland deutlich gestiegen

Thailand ist einer der größten Geflügelfleischproduzenten der Welt, 2002 belief sich die Erzeugung auf 1,45 Millionen Tonnen. Damit belegte das asiatische Land hinter den USA, der EU, China und Brasilien den fünften Platz in der Welt. Ein erheblicher Teil der Erzeugung wird exportiert; im vergangenen Jahr beliefen sich allein die Ausfuhren an Hähnchenfleisch auf 465.000 Tonnen. Das Gros der Hähnchenexporte bleibt zwar in Asien, die Lieferungen in die Europäische Union gewannen zuletzt jedoch an Bedeutung.

Nach thailändischen Angaben stiegen die Ausfuhren an Hähnchenfleisch in den ersten drei Quartalen 2003 nochmals um gut 15 Prozent auf 397.500 Tonnen. Asiatische Länder nahmen davon 268.100 Tonnen auf, rund neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Lieferungen in die EU stiegen um gut 28 Prozent auf 114.400 Tonnen. Davon gelangten knapp 55.700 Tonnen nach Deutschland, ein Plus von 77 Prozent. Großbritannien nahm 33.400 Tonnen thailändisches Hähnchenfleisch auf und die Niederlande 29.700 Tonnen, jeweils gut zwei Prozent mehr als von Januar bis September 2002.

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Zusatzstoffe - Mythen, Fakten, Tendenzen

Die Liste von Zusatzstoffen, die unsere Lebensmittel enthalten können, ist lang. Genauso lang wie die möglicher schädlicher Wirkungen - ganz zu schweigen von Wirkungen, die erst bei der Kombination verschiedener Zusatzstoffe auftreten könnten. Ein großer Teil der Verbraucher ist stark verunsichert. Trotzdem ist die Nachfrage nach Fertiggerichten, kalorienreduzierten Lebensmitteln und Produkten mit möglichst langer Haltbarkeit groß. Wie schätzen Ernährungsexperten das Risikopotenzial von Zusatzstoffen ein? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten und wie werden als unschädlich geltende Höchstmengen festgesetzt? Gibt es Bevölkerungsgruppen, zum Beispiel Kinder oder Allergiker, die besonders gefährdet sind? Mit all diesen Fragen hat sich Mathias Schwarz von der Universität Kassel beschäftigt und in der aid-Zeitschrift "Ernährung im Fokus", Ausgabe September 2003, einen Fachbeitrag zum Thema Zusatzstoffe veröffentlicht. Der Wissenschaftler beleuchtet Vor- und Nachteile und den aktuellen Wissensstand. Sein Ausblick gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus und zeigt zukünftigen Forschungsbedarf auf.

Eine kostenlose Leseprobe aus der Fachzeitschrift "Ernährung im Fokus" erhalten Sie im Internet unter: www.aid.de, ein kostenloses Probeexemplar unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Göttinger Tiermediziner fordert effizientere Methoden zur BSE-Bekämpfung

An der Georg-August-Universität entwickelter BSE-Lebendtest identifiziert Risikotiere

Angesichts des Auftretens untypischer Fälle von BSE bei sehr jungen Rindern in Frankreich und Japan, die durch die bisherigen Testschemata nicht erfasst werden, hat der Direktor des Tierärztlichen Instituts der Universität Göttingen, Prof. Dr. Dr. Bertram Brenig, jetzt effizientere Methoden zur Identifikation von Risikotieren gefordert. Prof. Brenig stellt dazu in der aktuellen Ausgabe des „New Food Magazine“ einen an der Georg-August-Universität entwickelten Bluttest für lebende Tiere vor, mit dem auch bei jüngeren Rindern Risikotiere identifiziert werden können. „Eine einfache Blutprobe reicht aus, um in so genannten Mikrovesikeln Nukleinsäuren nachzuweisen, die mit dem Risiko, an BSE zu erkranken, signifikant assoziiert sind“, erläutert Prof. Brenig das Verfahren, das in den USA patentiert ist.

Die Vorschriften in Deutschland und in der Europäischen Union (EU), nach denen das Gehirn geschlachteter Rinder im Alter von über 24 beziehungsweise 30 Monaten auf die typischen Prionprotein-Ablagerungen untersucht wird, bietet nach Ansicht von Prof. Brenig angesichts der Entwicklungen in Japan und Frankreich keinen ausreichenden Verbraucherschutz mehr. Hier sind wesentlich jüngere Tiere an BSE erkrankt. Die bisherigen Testverfahren reagieren erst, wenn die Akkumulation von Prionprotein eine bestimmte Menge im Hirngewebe erreicht hat. Auch die Tötung aller Rinder einer von BSE betroffenen Kohorte hält Prof. Brenig für eine zwar effiziente, aber nicht zukunftsweisende Strategie. Das European Union Scientific Steering Committee hat Richtlinien entwickelt, die die Keulung der Kohorten von BSE-Rindern vorschreibt. Eine Kohorte ist dabei definiert als alle Tiere, die innerhalb von zwölf Monaten vor und nach dem BSE-Fall geboren oder aufgezogen wurden.

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Allergie(-risiko) - was darf mein Baby essen?

Neues aid-Heft erschienen

Jedes dritte Baby kommt mit einem Allergierisiko auf die Welt. Wissen Sie, ob auch Ihr Kind gefährdet ist? Dieses Heft beschreibt,  wie Sie als Eltern vorbeugen können, damit aus dem Risiko keine Allergie wird, und was zu tun ist, wenn Ihr Kind bereits eine Allergie entwickelt hat. Im  ersten halben Jahr ist Stillen die beste Vorsorge, das ist vielfach bekannt. Doch wie geht's danach weiter: Was darf das Baby essen und was nicht? Welche Breie zu welcher Zeit? Wie steht’s mit Kuhmilch oder ist H.A.-Milch besser? Hier finden Sie Antworten auf alle Fragen rund um die Ernährung allergiegefährdeter Babys.

aid-Heft "Allergie(-risiko) - was darf mein Baby essen?"
64 Seiten, Bestell-Nr. 61-1482, ISBN 3-8308-0383-4, Preis: 2,50 EUR  zzgl. Porto und Verpackung gegen Rechnung, (Rabatte ab 20 Heften)

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Vitamintabletten & Co

In hohen Dosen gesundheitsschädlich

Vitamintabletten und andere Nahrungsergänzungsmittel versprechen Gesundheit in Tablettenform. Viele, die keine Zeit haben, um sich gesund und abwechselungsreich zu ernähren, greifen gerne und reichlich zu den Supplementen [lateinisch supplementum: Ergänzung]. Vor allem die antioxidativen Vitamine A, C und E galten bislang als besonders gesundheitsförderlich. Zahlreiche Studien belegen, dass Personen, die verhältnismäßig viel Obst und Gemüse verzehren, weniger häufig an bestimmten Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen leiden. Dieses Ergebnis hatten die Wissenschaftler bisher allein auf die höhere Vitaminaufnahme beim Verzehr der frischen Lebensmittel zurückgeführt. Offensichtlich stimmt das nicht. Die Auswertung von insgesamt neun großangelegten Interventionsstudien an mehr als 110.000 Männern und Frauen in Europa und den USA, erbrachte, dass antioxidative Vitamine in isolierter Form keine gesundheitsfördernden Effekte besitzen. Ganz im Gegenteil. Wie die Österreichische Gesellschaft für Ernährung kürzlich berichtete, wiesen einige Ergebnisse in den über drei bis maximal zwölf Jahren laufenden Untersuchungen sogar auf gefährliche Wirkungen von hochdosierten Vitaminpräparaten hin. An der  Universität von Süd-Kalifornien beispielsweise ermittelten Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen der langandauernden und hochdosierten Vitamin C-Einnahme und einer Wandverdickung der Kopfschlagader. Vitaminpräparate mit hohen Vitamindosen seien nach heutigem Wissensstand mit Vorsicht zu genießen, warnt die Österreichische Gesellschaft für Ernährung. Sie könnten zellschädigende Wirkungen haben und damit Herzerkrankungen, Krebs-, Leber- und Nierenerkrankungen fördern. Nahrungsergänzungsmittel können im Einzelfall und in gewissen Lebenssituationen, z. B. in der Schwangerschaft, im hohen Lebensalter oder bei Vorliegen bestimmter Allergien, die Nährstoffversorgung verbessern. Unzureichende Ernährungsgewohnheiten können sie nicht ausgleichen. Antioxidative Vitamine entfalten nur in Obst und Gemüse gemeinsam mit Mineralstoffen, Spurenelementen, sekundären Pflanzeninhaltstoffen und Ballaststoffen ihre gesundheitsfördernde Wirkungen. Vitamintabletten oder -pulver können diese Lebensmittel nicht ersetzen.

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