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Pflanzliches Mittel gegen Diabetes

Bei mexikanischen Schamanen entdeckt

Die Volkskrankheit Diabetes kann mit einem pflanzliches Mittel wirksam behandelt werden. Im mexikanischen Hochland wenden Schamanen schon lange ein spezielles Heilwasser zur Blutzuckersenkung erfolgreich an. Der Bonner Wissenschaftler Helmut Wiedenfeld hat jetzt die Wirkung des pflanzlichen Mittels bestätigt und will es als Medikament auch auf den hiesigen Markt bringen. Das berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC in der November-Ausgabe (EVT 27.10.2003).

"Agua de uso" nennen die mexikanischen Schamanen das Mittel, das sie ihren Patienten mit so genanntem "süßen Blut" verschreiben. Dahinter verbirgt sich ein Gemisch aus Wasser und Auszügen von Heilpflanzen, wie dem Asterngewächs Chromolaena. Ein Mitarbeiter des Teams um Wiedenfeld fand bei seinem Aufenthalt in Mexiko heraus, dass die besondere Zubereitung des Heilwassers entscheidend ist: Die Schamanen versetzen die Pflanze mit Mais und lassen diese Mischung einige Zeit stehen. Enzyme zerteilen dann die Inhaltsstoffe der Pflanze. Eines der entstehenden Teile senkt den Blutzucker. Wiedenfeld ist es inzwischen gelungen, das Mittel zu trocknen und das Pulver in Kapseln zu füllen. Wann das Heilmittel als Medikament in Apotheken erhältlich sein wird, steht noch nicht fest.

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Bonduelle öffnet Frische-Produktionsstätte in Straelen

Endlich ist es soweit! Am 30 Oktober 2003, eröffnete die modernste Salatverarbeitung Europas im nordrhein-westfälischen Straelen (Kreis Kleve) ihre Tore. In Kooperation mit der NBV/UGA (Niederrheinische Blumenvermarktung / Union gartenbaulicher Absatzmärkte) hat die Bonduelle Frische GmbH hier am Niederrhein einen idealen Standort für ihre neue Produktionsstätte gefunden. Die 16.000 Einwohner-Stadt Straelen hat sich im Laufe der Jahre von der monostrukturellen Orientierung zum Gewerbe- und Dienstleistungsstandort entwickelt, bleibt aber ihrem Ruf als Blumen- und Gartenstadt treu. Dies ist ein wesentlicher Faktor, der den Standort für die Bonduelle Frische GmbH so attraktiv macht: Das Umland bietet ein hohes Potential an Rohwaren, was kurze Anlieferungswege und somit auch eine schnelle Bearbeitung der Ware ermöglicht.

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Auf dem Weg zum Vollsortimenter und Dienstleister

Fleischvermarktung im Umbruch

Die genossenschaftlichen Fleischvermarkter richten sich auf eine rasant steigende Nachfrage nach SB‑Frischfleisch und Convenience-Produkten ein. Feinzerlegung und der Ausbau der SB-Fleischproduktion bestimmen die zukünftigen Strukturen auf einem von international tätigen Handelsunternehmen geprägten Lebensmittelmarkt. Damit nimmt die Konzentration auf wenige, aber stets lieferfähige Produzenten zu, die zwangsläufig über eine bestimmte Unternehmensgröße verfügen müssen. Über mögliche Wege zum Vollsortimenter und Dienstleister des Lebensmittelhandels diskutierten die Teilnehmer der 14. Fachtagung für die genossenschaftliche Vieh- und Fleischwirtschaft am 28./29. Oktober in Lahnstein.

Raiffeisen‑Präsident Manfred Nüssel ging zu Beginn der Veranstaltung mit den agrarpolitischen Rahmenbedingungen, die im Zuge der EU-Agrarre­form geändert werden sollen, kritisch ins Gericht. Bei den derzeitigen Diskussionen um die nationale Umsetzung vermissen die Unternehmen marktpolitische Aspekte und vor allem eine gründliche Analyse der Auswirkungen auf die Absatzmärkte. Sollte es zu einer vollständigen Entkopplung der Erzeugerprämien ab 2005 kommen, wird mittelfristig die Rindfleisch‑Produktion in Deutschland drastisch sinken.

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Und sonntags auch mal ein Ei...

Neue CMA-/ZMP-Marktstudie zum Verzehrsverhalten im Wochenverlauf

Am Wochenende wird in Deutschland ausgiebig gefrühstückt. Das gekochte Ei darf am Sonntag bei über 20 Prozent der Befragten nicht auf dem Frühstückstisch fehlen. Generell bestimmt der Wochentag deutlich, welche Mahlzeiten wo verzehrt werden und was auf den Teller oder ins Glas kommt. Dies zeigen die Ergebnisse der neuen repräsentativen Studie „Verzehrsverhalten im Wochenverlauf“ von der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH und der ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle GmbH.

Die Studie beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Ess- und Trinkverhalten und den einzelnen Wochentagen und arbeitet insbesondere die Unterschiede zum Wochenende heraus. Die drei Hauptmahlzeiten Frühstück, Mittag- und Abendessen spielen bei den Deutschen zwar nach wie vor eine große Rolle. Dabei muss es aber von Montag bis Freitag grundsätzlich schnell und einfach gehen. Am Wochenende dagegen nehmen sich die Befragten mehr Zeit für das Essen. Besonders das Abendessen am Wochenende genießt man gerne in geselliger Runde mit Freunden und Bekannten. Auch in der Gastronomie herrscht dann im Vergleich zu den Werktagen Hochbetrieb. Besonders auffällig, wenn auch nicht unerwartet, ist der Anstieg bei den alkoholischen Getränken am Wochenende: Von Freitag bis Sonntag wächst der Konsum um nahezu ein Drittel. Dies ist vor allem auf die Abendmahlzeiten, die außer Haus eingenommen werden, zurückzuführen. Auch die Zwischenmahlzeiten gewinnen kontinuierlich an Bedeutung. Hier zeichnet sich jedoch ein unterschiedliches Bild ab: Der kleine Snack am Vormittag findet vor allem werktags die meisten Freunde. Dies ist dadurch zu erklären, dass diese Mahlzeit besonders für das Essen am Arbeitsplatz eine große Bedeutung hat. Die Zwischenmahlzeit am Nachmittag ist wiederum am Wochenende sehr beliebt. Vor allem am Samstag und Sonntag hat man Muße für Kaffee und Kuchen. Die Studie basiert auf einer Auswertung von rund 48.000 Interviews, die von Juli 1999 bis Juni 2003 im Rahmen des Verzehrs- und Convenience-Monitors (VeCoM) geführt wurden. Mit täglichen Telefon-Interviews wird mit dieser Methode der komplette Verzehr an Speisen und Getränken am Vortag der Befragung bei Deutschen ab 14 Jahren abgefragt.

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Zukünftig bessere Marktdaten zum Biolandbau

EISfOM soll Datenverfügbarkeit im Biolandbau in Europa verbessern

Der europäische Markt für Produkte aus biologischem Landbau wächst weiter. Es wird geschätzt, dass auf den Biolandbau derzeit 4 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion in der EU entfallen, doch sind Daten über Produktion, Verkauf und Vermarktung bisher noch nicht umfassend und systematisch erhoben worden. Die Europäische Union finanziert deshalb das neue Projekt EISfOM, das bis zum Jahr 2005 Vorschläge entwickeln soll, wie der Zugang zu Produktions- und Marktdaten im Biolandbau in Europa verbessert werden kann.

EISfOM steht dabei für „European Information System for Organic Markets“. Die CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH unterstützt dieses europäische Projekt, das in Deutschland von der ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle GmbH betreut wird. „Wir versprechen uns von diesem Netzwerk mehr Transparenz und Daten, um unsere Maßnahmen für die Vermarktung von Bioprodukten auf dem deutschen und europäischen Markt noch gezielter zu koordinieren,“ erläutert Karsten Ziebell, der bei der CMA für das „Marketing Ökologischer Landbau“ verantwortlich ist. “Im Moment erhebt jedes Land die Daten anders und viele wichtige Informationen fehlen vollständig“, weiß der europäische Projektleiter Dr. Nic Lampkin vom Institut für den ländlichen Raum an der Universität Wales. Das Projektteam mit Partnern aus Dänemark, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen und der Schweiz soll einen koordinierten Prozess der Datensammlung und -verarbeitung in Gang bringen. „Die enge Zusammenarbeit mit den regionalen, nationalen und europäischen Behörden, die mit der Datenerhebung in diesem Bereich befasst sind, soll uns einen guten Schritt nach vorne bringen“, so Markus Rippin von der ZMP.

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Italien: Weniger Bio-Lebensmittel

In Italien sinken nach Jahren kontinuierlichen Wachstums erstmalig die Produktion und der Konsum von Bio-Lebensmitteln, während die Importe von biologisch erzeugten Produkten zunehmen. Nach Aussage des Bauernverbandes Coldiretti gingen im Jahr 2002 die Zahl der Biobetriebe um 8,9 Prozent, die biologisch bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen um 5,6 Prozent und der Absatz verpackter Bioprodukte im Einzelhandel um 1,6 Prozent zurück.

Die Zahl der Importeure ist demgegenüber um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Angesichts dieser ersten Signale eines stagnierenden Marktes ist es nach Auffassung von Coldiretti notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, um eine Erholung der Produktion und des Marktes zu unterstützen. Dazu gehöre eine verschärfte Rückverfolgbarkeit mittels einer korrekten Ausweisung der Herkunftsregion, da auch im Bio-Bereich ein hohes Wachstum der Importe aus Nicht-EU-Ländern zu verzeichnen sei. Diese Produkte seien unter Umständen nach Lastenheften produziert worden, die nicht immer denen der EU "ebenbürtig" sind.

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Reichliches Schweineangebot

Schlachtungen auf hohem Niveau

Nach wie vor werden in Deutschland spürbar mehr Schweine geschlachtet als vor Jahresfrist. Von Januar bis Mitte Oktober 2003 fielen wöchentlich fast 665.000 Tiere zur Schlachtung an und damit gut fünf Prozent mehr als im Wochendurchschnitt des Jahres 2002.

Wahrscheinlich bleibt das Schlachtschweineangebot in Deutschland aber auch in den kommenden Monaten groß. Ausgehend von den Ergebnissen der jüngsten Viehzählung rechnete man für das letzte Quartal 2003 bislang mit einer Menge, die leicht unter dem Vorjahreswert liegt.

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Neue Gentechnik-Kennzeichnung

Alles muss auf die Verpackung

Ab April 2004 tritt die neue Gentechnik-Kennzeichnung in Kraft: Alle Lebens- und Futtermittel, die gentechnisch veränderte Organismen enthalten, aus solchen bestehen oder hergestellt wurden müssen dann gekennzeichnet werden. Die entsprechenden EU-Verordnungen wurden am 18. Oktober im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Die Kennzeichnung ist auch dann notwendig, wenn die gentechnisch veränderten Bestandteile gar nicht mehr im Lebensmittel enthalten sind, z. B. bei Glucosesirup aus gentechnisch verändertem Mais. Verbraucher finden auf der Packung dann den Hinweis "enthält genetisch veränderten...." oder "enthält aus genetisch verändertem ... [z. B. Mais] hergestellten.... [z. B. Glucosesirup]". Bis jetzt werden gentechnisch veränderte Zutaten nur gekennzeichnet, wenn die Veränderung analytisch nachweisbar ist.

aid, Gesa Maschkowski

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Danish Crown will weitere Schlachtereien übernehmen

Dänen auf Expansionskurs

Die führende dänische Schweine- und Rinderschlachterei Danish Crown will in Zukunft mehrere Schlachtereien in Deutschland, Schweden und im Vereinigten Königreich übernehmen. Damit will der Genossenschaftskonzern auf den Wunsch "großer internationaler Supermarktketten" reagieren, die von Danish Crown angeblich Fleisch von Produzenten aus ihren jeweiligen Heimatländern beziehen wollen. Dies kündigte im September relativ überraschend der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Danish Crown an.

Noch Mitte August hatte Danish Crown einen neuen Strategieplan für den Dreijahreszeitraum 2003/04 bis 2005/06 bekanntgegeben, der in den drei genannten Nachbarstaaten und in den mittelosteuropäischen Beitrittsländern lediglich die Übernahme mehrerer Fleischwarenfabriken vorsah. Nach den neuesten Aussagen sollen künftig Tausende ausländischer Schweineproduzenten ihre Tiere an neue Schlachtereien von Danish Crown liefern.

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Fett und Fleisch erhöhen Brustkrebsrisiko

Studie weist direkten Zusammenhang nach

Das Essen von großen Mengen gesättigter Fette oder roten Fleisches kann das Risiko einer Brustkrebserkrankung erhöhen. Zu diesem Ergebnis ist eine Literatur-Studie des Ontario Cancer Institute [www.oci.utoronto.ca/institutes/html/oci/oci.html] gekommen.

Die Wissenschaftler werteten 45 Einzelstudien zu Fett in der Ernährung und Brustkrebs aus. Die Daten von 580.000 gesunden Frauen und 25.000 Patientinnen wurden unter Beachtung bekannter und möglicher Risikofaktoren analysiert. In einem ersten Schritt wurden jene Frauen verglichen, die am meisten und am wenigsten Fett zu sich nahmen. Festgestellt werden sollte, inwieweit die Fettmenge in der Ernährung in Zusammenhang mit einer Erkrankung stand.

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Rapsöl = Gesundheitsöl

Neue französische Forschungsergebnisse haben den hohen ernährungsphysiologischen Wert von Rapsöl unterstrichen und können dazu dienen, dieses Lebensmittel zur Vorbeugung von Herz-/Kreislauferkrankungen und Unterfunktionen von Gehirn und Sinnesorganen zu empfehlen. A

uf einer gemeinsamen Veranstaltung der französischen Interprofession für Öl- und Eiweißpflanzen und des Nationalen Agrarforschungsinstitutes wurde vor 150 Teilnehmern aus Medizin und Ernährungswissenschaft eine Versuchsreihe zum Infarktrisiko bei 600 herzkranken Personen vorgestellt. Nach Angaben der Forscher sei es alleine durch die Umstellung der Ernährung von Butter und Speiseölen anderer Herkünfte auf Margarine auf Rapsöl-Basis gelungen, die Mortalität durch Herz-/Kreislaufversagen um 70 Prozent und das Risiko nicht tödlicher Infarkte um 75 Prozent zu senken.

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