Erzeugung & Schlachtung

Sind Bio-Schweine Umweltschweine?

Aus den Europäischen Institut für Lebensmittel - und Ernährungswissenschaften

So wünschen sich Tier- und Umweltschützer die alternative Schweinehaltung: Rosige Schweinchen wuseln grunzend und quiekend im Stroh. Kein ätzender Ammoniakgeruch quält die empfindlichen Nasen des Borstenviehs. Die Umwelt wird geschont! Und so versprechen alternative Schweinehalter ihren Kunden Fleischgenuss mit ruhigem Umweltgewissen.

Und tatsächlich, aus bestimmten technisch und ökonomisch aufwendigen alternativen Haltungssystemen mit Einstreu und dem Zusatz von Fermentierhilfsstoffen entweichen im Vergleich zu Spaltenbodenhaltungen mit Güllekeller bis 30% weniger Ammoniak (1). Aber in anderen Einstreusystem (Tab. 2, Stalltyp 7 u. 8) werden höhere Ammoniakemissionen gefunden (3). In konventionellen Haltungssystemen kann durch die Umstellung von Voll- auf Teilspaltenböden mit Liegefläche die Ammoniakemissionen noch einmal um 40 % reduzieren (5).

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Futtererbsen in der Geflügelfütterung

Gute Ergebnisse bei Hennen und Masttieren

Futtererbsen können in der Geflügelfütterung Weizen und Sojaextraktionsschrot teilweise ersetzen. In der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft in Jena wurde in Fütterungsversuchen mit Küken, Junghennen, Legehennen, Broilern und Mastputen der Einsatz von Erbsen (10 bis 40 %) im Mischfutter getestet.

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Gestresste Legehennen: TUM-Forscher klären genetische Grundlagen von Hühner-Verhaltensauffälligkeiten

Federpicken ist bei Legehennen in artgerechter Gruppenhaltung nicht selten: Die Tiere rupfen sie sich gegenseitig die Federn aus, teilweise führt diese Verhaltensauffälligkeit bis zu Kannibalismus und Tod im Hühnerstall. Dagegen half bis jetzt nur das vorbeugende Stutzen der Schnäbel. Nun haben Forscher der Technischen Universität München (TUM) herausgefunden, weshalb bestimmte Hühner stärker zum Federpicken neigen als andere. Mit dieser Erkenntnis könnte man in Zukunft Qualen bei den Legehennen vermeiden.

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Fische und Tomaten gemeinsam züchten

Bei der Fischzucht fallen als Abfallprodukte genau die Nährstoffe an, die Tomaten zum Wachsen brauchen. Wissenschaftler haben nun ein System entwickelt, in dem sie Fische und Tomaten zusammen in einer Anlage züchten. So entsteht ein fast geschlossener Kreislauf, der extrem wenig Wasser benötigt und sehr umweltfreundlich ist.

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Verändertes Prion-Protein führt zu einer ansteckenden Prionenerkrankung

Eine Gruppe von Forschern an der Universität Zürich um Professor Dr. Adriano Aguzzi (Institut für Neuropathologie) hat herausgefunden, dass subtile Veränderungen der Struktur des Prion-Proteins zu einer schwerwiegenden neurologischen Funktionsstörung führen. Außerdem zeigten sie auf, dass das mutierte Protein zu einer Infektionskrankheit führt. Ihre Forschungsergebnisse sind seit dem 1. Dezember 2008 online auf "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) publiziert.

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