F-Trace weitet internationale Verfügbarkeit aus

Köln, 3. Dezember 2018. Weltweit fragen Verbraucher verstärkt nach der Herkunft von Lebensmitteln: Wo wurde der Fisch gefangen? Woher stammt das Steak? Und auch der Gesetzgeber fordert: Produzenten müssen die Herkunft ihrer Produkte offenlegen. So verlangt etwa die Verordnung 1337/2013 Angaben zur Herkunft von Fleisch sowie zum Aufzucht- und Schlachtort der Tiere. Die heutige Herausforderung für Hersteller und Händler: Sie müssen die Rückverfolgbarkeit in weltweiten Beschaffungsmärkten sicherstellen. Neue Technologien machen es möglich: F-Trace gewährleistet eine rechtssichere und chargengenaue Rückverfolgung vom Rohstoff bis auf den Teller des Verbrauchers. Aktuell nutzen über 500 Unternehmen aus mehr als 25 Ländern den Service, um Transparenz in der Lebensmittelbranche zu fördern. Nun bieten auch die GS1 Organisationen in Österreich und Kroatien den Rückverfolgbarkeitsservice für ihre Märkte an. Damit ist der globale Service F-Trace bereits in insgesamt acht Ländern durch entsprechende Anbieter lokal vertreten. Gregor Herzog, Geschäftsführer bei GS1 Austria, dazu: „Um die Kundenanforderungen sowohl produzenten- als auch händlerseitig nach einer standardisierten, lückenlos rückverfolgbaren Wertschöpfungskette abbilden zu können, setzt GS1 Austria beim Technologiepartner auf den etablierten Service F-Trace.“ Um F-Trace besser in das Serviceportfolio integrieren zu können, steht es österreichischen Kunden unter dem Namen GS1 Trace zur Verfügung.

Historie eines Produktes jederzeit nachvollziehbar
Mark Zeller, Chief Operating Officer (COO) von F-Trace, erläutert: „Wir haben F-Trace in den letzten Jahren von einem reinen Verbrauchertool zu einem umfassenden B2B2C-Service entwickelt, der lückenlose Rückverfolgbarkeit über die gesamte Supply Chain auch für komplexe Produkte ermöglicht. Das System liefert in Echtzeit alle relevanten Informationen auf Basis einer 100-prozentigen GS1 Standardkonformität. Händler und Hersteller erfüllen dabei alle rechtlichen Vorgaben und können jederzeit einfach prüfen, ob die Daten vollständig und korrekt sind.“ Aus diesen Gründen entscheiden sich immer mehr GS1 Organisationen, den Rückverfolgbarkeitsservice auch für Unternehmen aus ihren Ländern anzubieten. Neben Österreich und Kroatien haben auch die GS1 Organisationen in Hongkong, Irland, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und Ungarn den Service F-Trace in ihr Portfolio aufgenommen. Die Nachfrage von Handel und Industrie in weiteren Ländern wird durch die F-Trace-Zentrale in Köln direkt betreut.

Verfügbar ist F-Trace bereits für die Rückverfolgung von Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse sowie von gemischten Produkten wie Cerealien. Auch an der Bedientheke ist die Lösung seit 2018 einsetzbar. Neben der weiteren Internationalisierung plant F-Trace für die Zukunft die Ausweitung auf weitere Warengruppen – zum Beispiel Feinkostprodukte wie im Markt zubereitete Salate und Convenience-Produkte.

f-trace_edeka.png
Verbraucher erhalten direkt am Point of Sale per Touchscreen oder mit der F-Trace-App auf ihrem Smartphone Informationen zur Produktherkunft. (Bildhinweis: F-Trace / Reinhard Rosendahl)

Hintergrund: So funktioniert F-Trace
F-Trace ist eine neutrale, cloudbasierte Plattform zur chargengenauen Rückverfolgung von Produkten wie etwa Fleisch, Fisch und gemischten Produkten. Das System verknüpft statische Produktdaten in Echtzeit mit dynamischen Informationen zu einzelnen Verarbeitungsschritten in einer Lieferkette. Dazu gehören zum Beispiel das Erntedatum, die Methode des Fischfangs oder das Land der Verarbeitung. Jeder Akteur speist seine spezifischen Daten selbst in das System ein. Damit ist die Historie eines Produktes jederzeit nachvollziehbar. Die Eingabe erfolgt nach festgelegten Kriterien und auf Basis einheitlicher Standardschnittstellen. F-Trace stellt dabei sicher, dass Pflichtangaben gemacht werden und korrekt sind. Ein ausgeklügeltes Rechtemanagementsystem verhindert unerwünschte Datenzugriffe. Der Service basiert auf globalen GS1 Standards und ist international anwendbar. Weitere Informationen finden sich auf www.ftrace.com