Kulinarisches zur Fußball-WM

Für wenige Wochen ist der Ball wieder die größte Sache der Welt. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft trifft die deutsche Mannschaft im ersten Spiel auf Mexiko. Wer zu Hause mitfiebert, ist mit leckeren Snacks auch kulinarisch gut aufgestellt. Die mexikanische Küche bietet feurige und farbenfrohe Spezialitäten, bei denen aztekische Traditionen auf die Einflüsse spanischer Eroberer treffen.

Was wäre Mexiko zum Beispiel ohne die Tortilla? Die dünnen Fladen aus Maismehl werden gerollt und mit herzhaften Bohnen- und Fleischmischungen gefüllt. Diese gefüllten, weichen Tortillas heißen Enchiladas. Zum Anpfiff kommen auch Enchiladas mit Salat und Reis gut an oder sie werden mit Salsa übergossen und im Ofen gratiniert. Burritos sind gefüllte Tortillas aus Weizenmehl und schmecken besonders gut mit einer Mischung aus Bohnenpüree, Hackfleisch, Tomaten, Avocado und Käse. Eine köstliche Spezialität sind auch gebratene Weizentortillas mit eingebackenem Käse, die Quesadillas. Aus den Resten von Tortillas lassen sich auch sehr gut Nachos zubereiten. Einfach in dreieckige Stücke schneiden und kurz in die Fritteuse geben. Mit einer warmen Käsesoße oder einer pikanten Salsa kommt die richtige Würze ins Spiel.

Feurige Soßen sind typisch für Mexiko und dürfen beim gemeinsamen Fußballabend nicht fehlen. Die Salsa wird meist mit Chilischoten und Tomaten zubereitet. Bekannt ist auch die Avocadosoße Guacamole, die mit ihrem nussig-säuerlichen Geschmack gut zu Tortillachips, Fleisch und Brot passt. Die Zubereitung ist nicht schwer: Das Fruchtfleisch der Avocado wird grob gewürfelt und mit einer Gabel zerdrückt. Mit Chilischoten, fein gehackten Zwiebeln, Koriander, etwas Knoblauch, Limettensaft und Tomatenwürfeln mischen sowie mit Salz und Pfeffer abschmecken – fertig. Den Durst stillt ein mexikanisches Bier oder eine eiskalte Agua fresca, die aus Wasser und Fruchtpüree zubereitet wird. Das berühmte Chili con carne ist dagegen kein typisch mexikanisches Gericht. Es stammt aus der Grenzregion von Mexiko zu Texas und ist Teil der sogenannten Tex-Mex-Küche.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

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