Fleischbranche startet wieder durch

Hohe Publikumsqualität und gute Investitionsstimmung: Jubiläumsausgabe der beliebten Stuttgarter Fachmesse mit positiver Bilanz. „Die SÜFFA ist und bleibt die Top-Adresse für unser Handwerk“, betonte Joachim Lederer, Landesinnungsmeister für das Fleischerhandwerk in Baden-Württemberg, am Montag zum Abschluss der diesjährigen SÜFFA in Stuttgart. Zum „Restart nach Corona“ habe bei VeranstalterInnen und TeilnehmerInnen gleichermaßen eine „äußerst positive, optimistische Aufbruchstimmung“ geherrscht. An den drei Tagen vom 18. bis 20. September zog es rund 4.800 BesucherInnen in die Messehallen, in denen über 170 AusstellerInnen die neuesten Markttrends und Produkte präsentierten. Die 25. Ausgabe der erfolgreichen Fachmesse, die seit vielen Jahren als eine der wichtigsten Plattformen für die Fleischbranche in Deutschland und im angrenzenden Ausland gilt, wartete erneut mit einer sorgsam abgestimmten Mischung aus Produktschau, Rahmenprogramm und Informationsangeboten auf.

SÜFFA als Impulsgeber für die regionale Wirtschaft
„Wir freuen uns, dass uns mit der Jubiläumsausgabe der SÜFFA ein vielversprechender Neustart gelungen ist, der auf eine starke Wiederbelebung des Messegeschäfts in den kommenden Monaten hoffen lässt“, sagte Stefan Lohnert, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. „Angesichts der erschwerten Rahmenbedingungen sind wir mit dem Ergebnis äußerst zufrieden. Die Bedeutung wichtiger Fachmessen als Wissensbörse, Kontaktforum und Impulsgeber für die regionale Wirtschaft kann nicht hoch genug bewertet werden.“ Wirtschaftsministerin und Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sprach von einem „wichtigen Schritt auf dem Weg zu alter Stärke“.

Ähnlich äußerte sich Herbert Dohrmann, Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands: „Den Messen und Ausstellungen kommt eine besondere Rolle zu, denn in der Geschäftswelt kann der persönliche Kontakt nicht dauerhaft durch Online-Angebote ersetzt werden. Nicht erst die Corona-Krise hat gezeigt, dass das Fleischerhandwerk zu den wichtigen Versorgern mit gesunden Lebensmitteln gehört.“

Der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, verwies ebenfalls auf den gesamtgesellschaftlichen Kontext: „Unser regionales Ernährungshandwerk steht für Kompetenz, Genuss, Vielfalt und Serviceorientierung. Die Fleischerinnen und Fleischer sind dabei die Träger des Wissens und Könnens handwerklicher Lebensmittelverarbeitung und tragen zur Nahversorgung der Bevölkerung mit frischen und qualitativ hochwertigen Wurst- und Fleischwaren bei.“

Trends und Neuheiten, Weiterbildungs- und Informationsangebote
Neben der umfassenden Produktschau aus den Bereichen Produktion, Verkauf und Ladenausstattung gehört das informative Rahmenprogramm mit den beliebten SÜFFA-Specials, aktuellen Sonderschauen und vielen Highlights fest zum Konzept der Messe. Ein Schwerpunktthema auf der Bühne für Trends und Neues war die Digitalisierung, die auch in der Fleischbranche zunehmend an Bedeutung gewinnt. Professionelle Tipps und Tricks fürs Grillen und Smoken gab es im BBQ-Areal. Daneben setzten die Sonderschauen „Hof- und Weideschlachtung“, „E-Mobility“, „Feinkost“ sowie „Wild & Jagd“ wichtige Akzente in Trendbereichen mit besonderem Wachstumspotenzial. Auch die erstmals auf der SÜFFA veranstaltete afz AKADEMIE derallgemeinen fleischer zeitungerfreute sich guten Zuspruchs. Die mit Spannung erwarteten, vom Landesinnungsverband ausgelobten SÜFFA-Qualitätswettbewerbe schließlich zeigten „die gesamte Bandbreite einer Branche, die Tradition und Moderne kreativ und erfolgreich miteinander verbindet“ – so der Kommentar von Joachim Lederer.

Hoher Entscheideranteil und gute Investitionslaune
Die Bedeutung der SÜFFA als überregionaler Branchentreff und Ideenbörse lässt sich an den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage ablesen: So stammten rund 61 Prozent der BesucherInnen aus Fleischerhandwerk, Metzgerei und Fleischerfachgeschäft, 14 Prozent aus dem Bereich Catering und Partyservice sowie ebenfalls 14 Prozent aus dem Lebensmittel- und Feinkosteinzelhandel.

Von den BesucherInnen nahmen fast die Hälfte eine Anreise von mehr als 100 Kilometern in Kauf, 4 Prozent kamen aus dem Ausland. National stellte Baden-Württemberg mit 56 Prozent die größte Besuchergruppe, gefolgt von Bayern und Rheinland-Pfalz.

Besonders erfreulich war die durchweg hohe Qualität des – mit einem Anteil von 99 Prozent – praktisch reinen Fachpublikums. Hier konnte sogar eine deutliche Steigerung verzeichnet werden: Insgesamt 13 Prozent der BesucherInnen waren in der Geschäfts- und Unternehmensleitung tätig, 12 Prozent waren MeisterInnen. Von den Befragten gaben 86 Prozent an, Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen mitzutragen, 39 Prozent besuchten die SÜFFA mit konkreten Investitions- und Kaufabsichten. Entsprechend zufrieden fiel das Echo von Ausstellerseite aus.

„Wir blicken zurück auf eine gut besuchte Jubiläums-SÜFFA, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugen konnte“, fasste Stefan Lohnert zusammen. „Auch unser Hygienekonzept hat sich bestens bewährt. Eine Corona-Verunsicherung war in den Hallen jedenfalls nicht zu spüren. Die hohe Fachbesucherqualität zeigt, dass ein enormer Austausch- und Investitionsbedarf besteht.“

Die nächste SÜFFA findet vom 21. bis 23. Oktober 2023 auf der Messe Stuttgart statt.

www.sueffa.de

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