Heilkraft D

Wie das Sonnenvitamin vor Krebs, Herzinfarkt und anderen Zivilisationskrankheiten schützt – und warum wir im freiwilligen Mangel daran leben.

Täglich werden neue wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die belegen, wie viel das Vitamin D kann. Es ist einer der Schlüssel für unsere Gesundheit! Es schützt Herz und Gefäße, es verhindert und bekämpft die Krebsentstehung, hilft uns gegen Diabetes, Infektions- und Autoimmunerkrankungen, Hirn- und Muskelschwund zu schützen. Jahrmillionen haben Menschen ihr Leben im Sonnenlicht verbracht. Doch unser Leben findet in Innenräumen statt. Die Schreckensnachricht ist: Fast die gesamte Bevölkerung ist chronisch unterversorgt und damit ihr Risiko für praktisch alle Zivilisationskrankheiten dramatisch erhöht.

Das Sonnenvitamin führt in der Tat ein Schattendasein, und das haben wir mit unserem modernen Lebensstil selbst verschuldet.

Mein Kommentar

Ein Buch, wie ich es von Dr. Nicolai Worm erwarte: umfangreich recherchiert greift Worm ein gesundheitlich relevantes Thema allgemeinverständlich auf. Mit seiner Vitamin D – Hypothese zeigt er ab vom wissenschaftlichen Mainstream Möglichkeiten zu einer besseren Gesundheitsvorsorge mit einfachsten Mitteln auf: Sonne in der helleren Jahreshälfte und eine Supplementierung mit Vitamin D in der anderen Jahreshälfte kann Erstaunliches bringen.

Das Vorwort

Doch lassen wir doch Dr. Worm selber zu Wort kommen. Im Vorwort zu dem Buch schreibt er:

Es ist genau zehn Jahre her, dass ich ein Buch zum Thema Ernährungs- und Lebensstil und Zivilisationskrankheiten schrieb. Mein Verlag nannte es dann »Syndrom X oder Ein Mammut auf den Teller!«. Der Titel war zwar nicht mein Favorit, aber so ist es nun mal als Autor. »Mammut statt Müesli« hätte mir besser gefallen. Jedenfalls verfasste ich damals für dieses Buch ein Kapitel – das hieß und heißt immer noch »Wart’ nicht, bis es dunkel ist«.

Darin schrieb ich am Ende zusammenfassend: »… die Erforschung der Vitamin-D-Hypothese, so faszinierend sie auch sein mag, steckt immer noch in den Kinderschuhen. Bis wir Konkreteres wissen, sollten wir uns aber schon einmal darüber Gedanken machen, ob es sehr gesund sein kann, wenn wir den ganzen Tag in Bürobunkern hocken, um abends nach getaner Arbeit mit dem Lift zur Tiefgarage zu fahren und im geschlossenen, klimatisierten Auto mit Polaroidscheiben die Tiefgarage des Eigenheims oder des Fitnessclubs anzusteuern, wo wir entweder im Dunkeln drei Runden um den Block joggen oder bei greller Neonbeleuchtung auf dem Laufband traben. Bewegung soll ja bekanntlich gesundheitsförderlich sein – aber vielleicht sollten Sie damit nicht warten, bis es dunkel ist.«

Im Jahre 2009 steckt die Erforschung der Vitamin-D-These nicht mehr in den Kinderschuhen. Wir wissen heute viel mehr, und wir können viel sicherer präventiv und therapeutisch eingreifen. Das Thema ist in den letzten Jahren in der wissenschaftlichen Publizistik in erstaunlicher Geschwindigkeit in den Vordergrund gerückt. Die zahlreichen gesundheitlichen Vorteile durch ausreichende Sonnenbestrahlung und adäquate Vitamin-D-Versorgung sind nunmehr auf hohem Niveau dokumentiert. In Deutschland haben sich seit langer Zeit vor allem der Privatdozent Dr. Stephan Scharla aus Bad Reichenhall und Privatdozent Dr. Armin Zittermann aus Bad Oeynhausen verdient gemacht. In jüngerer Zeit war es auch Prof. Winfried März aus Heidelberg und seine Kollegen an der Universität Graz in Österreich die Doktores Stefan Pilz und Harald Dobnig. In der Schweiz hat vor allem Frau Professor Bischoff-Ferrari aus Zürich in den letzten Jahren mit Ihren Forschungsarbeiten das Thema voran gebracht.

Pflanzen ohne Licht gehen ein – Menschen auch! Das ist – kurz gefasst – das Resümee der Wissenschaft. Glaubte man bislang, dass die Bedeutung von Vitamin D nur in der Vorbeugung und Behandlung von Knochenerkrankungen und Tuberkulose läge, so weiß man inzwischen, dass es viel mehr kann als das. In den letzten Jahren hat sich Revolutionäres getan. Als Professor Michael Holick aus Boston vor etwa 20 Jahren entdeckte, dass Vitamin D nicht nur im Knochen wirkt und den Tuberkelbazillus umbringt, sondern auch überall im Körper in Muskel- und Nervengewebe, in den Blutgefäßwänden und in Immunzellen spezielle Wirkungsstellen für Vitamin D existieren, wurde man höchst aufmerksam. Seitdem kommt man Schritt für Schritt weiter.

In den letzten drei Jahren sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse förmlich explodiert. Es sind Hunderte neuer Arbeiten erschienen. Während ich hier dieses Buch schreibe, kommt fast täglich eine weitere Veröffentlichung hinzu. Immer mehr präventivmedizinische und therapeutisch wirksame Empfehlungen zur Vitamin-D-Versorgung lassen sich nun absichern. In den folgenden Kapiteln habe ich den Stand der Erkenntnisse zusammengefasst. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, sie in eine Sprache zu verpacken, die auch für Laien verständlich ist. An dieser Stelle möchte ich mich bei Dr. Imke Reese, Dr. Klaus Peeck und Ulrich Nigge für die kritische Durchsicht meines Manuskriptes und die vielen wertvollen Anmerkungen besonders bedanken.

Beim Thema Vitamin D geht es um praktisch alle Zivilisationskrankheiten. Von der unzureichenden Versorgung ist nahezu jeder betroffen. Das Bewusstsein dafür ist in der Bevölkerung bislang so gut wie nicht vorhanden. Da die Gesundheitspolitiker und Meinungsbildner in Sachen Ernährungswissenschaft diese Mangelversorgung epidemischen Ausmaßes in der Bevölkerung bislang offenbar verschlafen, möchte ich die neuen Erkenntnisse mit diesem Buch einem breiten Publikum vermitteln und Wege zur persönlichen Prävention oder Behandlung aufzeigen.

Soweit Dr. Nicolai Worm einleitend in seinem Buch „Heilkraft D - Wie das Sonnenvitamin vor Herzinfarkt, Krebs und anderen Krankheiten schützt“. Wir danken dem Verlag für die Erlaubnis das Vorwort hier wiedergeben zu dürfen.

Nachsatz

Abschließend sei noch eine kleine Kritik an den Verlag gerichtet: Gelbe Fußnoten auf weißem Papier sind nicht gerade lesefreudig, auch wenn die Assoziationskette gelb > Sonne > Vitamin D gut gemeint ist. Und an die Layouter: Irgendwann werdet Ihr auch mal älter und Eure Augen schwächer.

Quelle: [ Dr. oec. troph. Nicolai Worm ]

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