Coronavirus in der Fleischindustrie

Müller Fleisch, Vion und jetzt auch Westfleisch. Bei allen drei Großunternehmen wurde das Coronavirus bei Mitarbeitern festgestellt. Westfleisch (Niederlassung Coesfeld) und Vion (Standort Bad Bramstedt) mussten den Betrieb schließen, Müller Fleisch darf weiter produzieren. Die infizierten Mitarbeiter müssen zunächst einmal in die Haus Quarantäne, erst dann dürfen sie wieder arbeiten. Die Gesundheitsämter vor Ort haben die Firmen dazu aufgefordert, stärkere Hygienemaßnahmen- und Tests bei den Mitarbeitern durchzuführen, zum Beispiel Körpertemperatur Messung mit Wärmebildkamera vor dem Betreten auf das Betriebsgelände, oder den Sicherheitsabstand von 1,5 m einzuhalten - wenn das nicht gewährleistet werden kann, dann müssen die hochwertigen FFP1 Mundschutzmasken vorhanden sein.

Um das Ausbruchsrisiko zu minimieren sollen sich die Mitarbeiter ferner in kleineren Gruppen in Pausen aufhalten, teilweise werden die Pausen neu getaktet. Auch sollen die Lieferanten in ihren Lieferfahrzeugen bleiben, während ein Mitarbeiter die Lieferscheine (mit Sicherheitsabstand) beim Auto abholt. Weitere Maßnahmen wurden getroffen und werden kontinuierlich überprüft und angepasst, falls dies notwendig ist.

Bei Tönnies, dem größten Schlachthof Deutschlands, wurde bisher kein einziger Coronafall festgestellt. Seit gestern, Montag den 11.05.2020, lässt auch Tönnies seine 6.500 Mitarbeiter in Rheda Wiedenbrück auf das Coronavirus testen, erste Ergebnisse sollen heute Abend vorliegen.