Strengere Regeln für Schlachtbetriebe

Seit dem 1. Januar 2021 gelten strengere Regeln und neue Gesetze in der Fleischindustrie - ab sofort dürfen die Mitarbeiter nicht mehr über s.g. Werkvertragspartner beschäftigt werden, auch Leiharbeit soll ab dem 01.04.2021 abgeschafft und verboten werden. Es gilt alle Beschäftigte intern fest anzustellen. Die Regeln gelten für das Schlachten- und Zerlegen in Großbetrieben. Auch die Arbeitszeiten müssen künftig elektronisch erfasst werden - sechzehnstunden-Tage sowie ein Wohnen in Gemeinschaftsunterkünften würden nicht länger akzeptiert, hatte Hubertus Heil (Bundesarbeitsminister) Mitte 2020 versprochen. Man wird strengere Kontrollmaßnahmen und hohe Bußgelder in Höhe bis zu 30.000 Euro bei Nichteinhaltung durchsetzen. Ob dieses Gesetz die Fleischbranche in Deutschland fördern oder auf dem globalen Markt weniger wettbewerbsfähig machen wird, muss sich noch herausstellen. Tönnies, das größte Schlachtunternehmen europas hatte bereits angekündigt, Kapazitäten eventuell ins Ausland zu verlegen, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.

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