Ernährung & Gewicht

Diät mit wenig Kohlehydraten besser für die Herzfunktion von Diabetikern als fettarme Kost

Eine kohlehydratarme, eiweißreiche Diät wirkt sich bei übergewichtigen Diabetikern deutlich besser auf die diastolische Herzfunktion und die Insulinresistenz aus als eine häufig empfohlene fettarme Kost. Das zeigt eine in München, Isny und Mainz durchgeführte aktuelle Studie. „Damit könnte diese Ernährungsform die Entwicklung einer Diabetes-bedingten Herzmuskelschwäche und des metabolischen Syndroms verhindern oder zumindest verzögern“, so Studienautorin Dr. Helene von Bibra vom Städtischen Krankenhaus Bogenhausen, München.

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Ingwer hilft bei Diabetes

Laut einer Studie der University of Sydney könnte das Gewürz und alte asiatische Heilmittel Ingwer erhöhte Blutzuckerwerte regulieren und so Komplikationen bei Diabetes-Langzeitpatienten entgegenwirken.

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Übergewicht bringt berufliche Nachteile

Tübinger Wissenschaftler untersuchen Vorurteile gegenüber Adipösen: Personalentscheider sprechen dicken Menschen Führungsqualitäten ab.

Stark übergewichtige Personen haben bei Personalern keine guten Karten. Zu diesem Ergebnis kommt eine experimentelle Studie über Vorurteile von Personalentscheidern gegenüber Adipösen unter der Leitung des Sportwissenschaftlers Prof. Ansgar Thiel und des Psychosomatikers Prof. Stephan Zipfel von der Universität Tübingen. Die Wissenschaftler hatten bei einem Experiment im Rahmen des WissenschaftsCampus Tübingen gemeinsam mit Dr. Katrin Giel und Manuela Alizadeh 127 erfahrene Personalentscheider befragt. Die Studie wurde nun im Fachjournal BMC Public Health veröffentlicht. Der WissenschaftsCampus ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund zur Empirischen Bildungsforschung und wurde vom Tübinger Leibniz-Institut für Wissensmedien und der Universität Tübingen initiiert.

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Sozial benachteiligte Männer seltener unzufrieden mit Übergewicht

Sozio-ökonomische Lage bei übergewichtigen Männern bedeutsam für die Bewertung des eigenen Körpergewichts

Im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen ist Unzufriedenheit mit dem eigenen Gewicht bei übergewichtigen Männern mit niedrigem sozialem Status weniger häufig. Dies fanden Thomas von Lengerke, Medizinpsychologe an der Medizinischen Hochschule Hannover, und der Sozialepidemiologe Andreas Mielck vom Helmholtz Zentrum München in einer in der renommierten Open Access-Fachzeitschrift BMC Public Health veröffentlichten Studie heraus.

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Ist LowCarb gefährlich?

Ulrike Gonder zu einer fragwürdigen Studie aus Schweden

„Diäten: Low-Carb erhöht Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten“, so die heutige (Anmerkung der Redaktion: 27.06.2012) Meldung auf Spiegel online und in anderen Nachrichtendiensten. Das wird viele Menschen verunsichern, die mit Hilfe einer kohlenhydratreduzierten Kost erfolgreich abgenommen oder ihre Risikofaktoren für eben jene Herz- und Gefäßerkrankungen verringert haben. Hintergrund für die Meldungen ist eine schwedische Studie, die bei knapp 40.000 Frauen ein um 5 % erhöhtes relatives Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall gefunden haben will, wenn wenig Kohlenhydrate und dafür viel Eiweiß auf dem Speiseplan standen (Lagiou, P et al.: British Medical Journal 2012;344 doi: 10.1136/bmj.e4026).

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Süße Limos: Genussmittel statt Durstlöscher

Im April verkündete der größte Hersteller von Cola- und Erfrischungsgetränken ein deutliches Absatzplus im ersten Jahresquartal. Dabei häufen sich von wissenschaftlicher Seite die Meldungen über die gesundheitsschädlichen Wirkungen eines dauerhaften Konsums von Soft-Drinks.

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Unstatistik des Monats: „Schokolade macht dünn“

Die Unstatistik des Monats April war die Meldung „Schokolade macht dünn“. So oder ähnlich überschrieben verschiedene deutsche Tageszeitungen und Wochenmagazine zur Monatswende Berichte über eine einschlägige Studie der Universität von Kalifornien in San Diego/USA. Darin hatten Forscher eine negative Korrelation zwischen der Häufigkeit des Schokoladenkonsums und dem sogenanten Body-Mass-Index (BMI) entdeckt.

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Neuer Body-Adiposity-Index (BAI) ist nicht aussagekräftiger als altbekannter Body-Mass-Index (BMI)

Unter Führung von Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke und Norbert Stefan von der Medizinischen Klinik IV der Universität Tübingen haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) verschiedene Methoden zur Einschätzung des Körperfettanteils miteinander verglichen. Nach den aktuellen Ergebnissen ist eine Messung des Taillenumfangs besser geeignet, den prozentualen Körperfettanteil abzuschätzen, als der neue Body-Adiposity-Index (BAI), der in der Studie auch dem Body-Mass-Index (BMI) nicht überlegen war. Auch das Diabetes-Risiko lässt sich laut Studie präziser anhand des Taillenumfangs beurteilen.

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Fleischesser sterben - Vegetarier auch!

Ungerechtfertigte Panikmache in Sachen (rotes) Fleisch

Die Bilder und die Überschriften sprechen bereits für sich: Da brutzelt angekohltes Fleisch auf dem Grill und die Headline etwa der Süddeutschen online warnt vor den angeblichen "Folgen der Fleischeslust", als da wären der vorzeitige Tod durch Infarkt und Krebs. Auch auf Spiegel online und in vielen internationalen Medien wird gewarnt, "jede zusätzliche Tagesportion Rind, Schwein oder Lamm" würde "das Risiko eines Herzinfarkts oder einer Krebserkrankung" steigern.

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Fischöl in der Schwangerschaft schützt nicht vor Übergewicht

Wird das Gewicht des Nachwuchses bereits im Mutterleib festgelegt? Bisher ging man davon aus, dass die Aufnahme „schlechter“ Fette in der Schwangerschaft die Bildung kindlicher Fettzellen erhöht, dass „gute“ Omega-3-Fettsäuren hingegen vor Übergewicht schützen. Eine Interventionsstudie an der Technischen Universität München konnte eine solche fötale Programmierung aber nicht bestätigen: Werdende Mütter nahmen während Schwangerschaft und Stillzeit mit Fischölkapseln und Fischmahlzeiten gezielt mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich. Ein Effekt auf das Fettgewebe der Kleinen ließ sich nicht feststellen: Im Alter von zwölf Monaten sind sie genauso rund oder schlank wie die Kinder der Kontrollgruppe.

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Gesättigte Fette, Herz und Gefäße: unrichtige Empfehlungen

Ein Einwurf von Ulrike Gonder

An der Universität von Nijmegen in den Niederlanden gibt es einen jungen Wissenschaftler, Robert Hoenselaar, der in wunderbar klaren Worten und betont sachlich formuliert drei großen Ernährungsorganisationen ihre Ernährungsempfehlungen zur Vorbeugung von Herz- und Gefäßerkrankungen um die Ohren haut.

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