Wissen

Konsum 2020?

Deloitte-Report zum Verbraucherverhalten in zehn Jahren zeigt maßgebliche Faktoren auf

Die Ernährung beziehungsweise Produktion und Verteilung von Nahrungsmitteln wird ein zentrales Thema im Jahr 2020 sein – damit zusammenhängend ist Nachhaltigkeit ein Megatrend der nächsten Dekade. Ein weiterer Faktor, der das Konsumverhalten der Verbraucher entscheidend prägt, ist die Demografie. Nicht zuletzt beeinflussen gesellschaftliche Verschiebungen in den aufstrebenden Regionen das globale Konsumverhalten. Hinzu kommen die technologische Entwicklung sowie die zunehmende Vernetzung der Verbraucher, die Anbieter zu einem neuen Kommunikationsverhalten zwingt. Dies zeigt der aktuelle Deloitte-Report „Consumer 2020“, der mittels Szenarien, Unternehmen und Entscheidern schon heute ermöglicht, sich auf kommende Herausforderungen einzustellen und langfristig angelegte Strategien zu erarbeiten.

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10-Jahres Bilanz der Lohnentwicklung

Bruttoverdienste pro Beschäftigtem zwischen 2000 und 2010 real um vier Prozent gesunken

Die Löhne und Gehälter in Deutschland sind zwischen 2000 und 2010 weit hinter den Gewinn- und Kapitaleinkommen zurückgeblieben. Die durchschnittlichen Bruttoverdienste pro Beschäftigtem sind real – also nach Abzug der Inflation – im vergangenen Jahrzehnt sogar gesunken: 2010 lagen sie um vier Prozent niedriger als im Jahr 2000. Zu diesem Ergebnis kommt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Dr. Reinhard Bispinck, im neuen Tarifpolitischen Jahresbericht des WSI*. Sieben Mal, 2001 sowie in den sechs Jahren zwischen 2004 und 2009, mussten die Beschäftigten Reallohnverluste hinnehmen. Lediglich in drei Jahren gab es reale Zuwächse, zuletzt 2010. Schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Deregulierung am Arbeitsmarkt haben dazu beigetragen, dass sich die Bruttoeinkommen in den Nullerjahren schwach entwickelten. So verstärkten die Hartz-Reformen, die das Arbeitslosengeld II einführten und einen Boom bei der Leiharbeit ermöglichten, den Druck auf die Verdienste. Der Niedriglohnsektor in Deutschland wuchs.

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Mit Plan zum Bio-Angebot: Nachhaltiger Einsatz von Bio-Produkten in Restaurants und Kantinen

Forscher der Universität Hohenheim entwickeln Planungshilfe für Bio- Produkte in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung

Lebensmittelskandale wie BSE haben dem Bio-Boom deutschlandweit zu einem Höhenflug verholfen. Doch häufig ist der Bio-Einsatz mit Problemen und Risiken verbunden, so dass Gastronomie und Kantinen häufig zu konventionellen Produkten zurückkehren. Hohenheimer Forscher untersuchten die Gründe und präsentieren nun eine Planungshilfe, die es Kantinen, Restaurants und Co. ermöglichen soll, die richtigen Entscheidungen in der Bio-Planung zu treffen. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz förderte das Forschungsprojekt für drei Jahre.

Das Potenzial ist groß: Die zunehmende Anzahl der Konsumenten, die sich zu Hause mit Bio-Lebensmitteln versorgen, kann außerhalb der eigenen vier Wände häufig nicht zufriedenstellend mit Bio-Produkten versorgt werden. Bio gehört in diesem Bereich noch nicht zum längerfristigen Angebot. Woran das liegt und wie das Bio-Angebot geplant sein sollte, um langfristigen Erfolg zu haben, untersuchten die Hohenheimer Wissenschaftler um Dr. Jana Rückert-John in einem Forschungsprojekt.

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Erste Begleitforschung zu Product Placement in Deutschland

SevenOne AdFactory belegt Wirkung / Zuschauer empfinden Placements nicht als Werbung / Hohe Akzeptanz und starke Imageeffekte

Seit Anfang April 2010 sind Produktplatzierungen im deutschen Privatfernsehen erlaubt. ProSieben machte den Anfang und strahlte am 10. April im Rahmen von "Schlag den Raab" das erste Placement aus. Die SevenOne AdFactory hat seither 20 Product- Placement-Projekte umgesetzt - darunter die Integration der Marken Real und Siemens-Electrogeräte bei "Deutschlands Meisterkoch". Die Begleitforschung zur SAT.1-Show liefert nun die ersten Wirkungswerte für Product Placement im deutschen Markt. Die Forschungsabteilung der SevenOne Media hat dafür 350 Personen befragt. Zuschauer bewerten Product Placement positiv

Die SB-Warenhauskette Real füllte die Speisekammer der angehenden Meisterköche, aus der sich die Teilnehmer die Zutaten für ihre Rezepte besorgten. Real-Lieferwagen brachten die Lebensmittel, im Rahmen einer Aufgabe kauften die Kandidaten außerdem in einem Real- Supermarkt ein. Die Forscher der SevenOne Media konnten eine hohe Akzeptanz dieser Produktplatzierungen nachweisen: 56 Prozent der Befragungsteilnehmer gaben an, dass ihnen die Product Placements gefallen haben. Sowohl die platzierten Produkte von Real als auch die Küchengeräte und Kochstationen von Siemens wurden als authentisch wahrgenommen und obwohl sie gut sichtbar waren, störten sie nicht. Vor allem bei der Passung von Marke und Format erzielten die Place- ments Top-Werte: 80 Prozent empfanden Real als passenden Partner, 84 Prozent bestätigten diese Aussage bei Siemens. Insgesamt ergibt sich für Product Placement ein sehr positives Image-Profil.

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Strukturprobleme in der Lebensmittelversorgung: Sind Skandale unvermeidlich?

Frankfurter Historikerin zeigt erstaunliche Parallelen der aktuellen Diskussion mit Debatte im 19. Jahrhundert

Lebensmittelskandale haben in den vergangenen Jahren – so scheint es – ein bisher unübertroffenes Ausmaß erreicht. Der aktuelle Dioxinskandal lässt einmal mehr die Grundprobleme der modernen Nahrungsmittelversorgung sichtbar werden, die im Alltag in skandalfreien Zeiten zumeist wenig reflektiert werden: Die Verbraucher sind kaum in der Lage, Nahrungsmittelqualität wirklich zu beurteilen, sie können nur in begrenzter Weise nachvollziehen, was sie essen. Dies ist jedoch keineswegs ein neuartiges Kennzeichen der Gegenwart, wie es die Skandalberichterstattung vielfach glauben macht. Vielmehr entstand diese Problematik schon im 19. Jahrhundert – im Gefolge der einsetzenden Industrialisierung. Die kürzlich erschienene Doktorarbeit „Nahrung nach Norm“ von Vera Hierholzer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Goethe-Universität, weist dies eindrücklich nach.

Hochwissenschaftlich klingende Produktbezeichnungen, zahlreiche Qualitätssiegel und immer ausführlichere Verpackungsbeschriftungen suggerieren heute zwar bewusste Kaufentscheidungen, letztlich sind sie jedoch Rationalitätsfiktionen. Essen und Trinken werden durch Informationsasymmetrien zwischen Verbrauchern und Nahrungsmittelherstellern bestimmt und basieren deshalb auf Vertrauen. Die Keimzelle dieser Konstellation bildete sich bereits in der Zeit des Deutschen Kaiserreichs heraus. Die Untersuchung der Frankfurter Historikerin, die im August 2010 im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht erschienen ist, zeigt erstaunliche Parallelen zwischen den heutigen Diskussionen und den breiten öffentlichen Debatten, die Ende des 19.

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Nachhaltiges Vertrauen in der Wertschöpfungskette Schwein

Quelle: European Review of Agricultural Economics 36 (2009), 541-569

Qualitätsproduktion und Nachhaltigkeit machen eine ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungsketten erforderlich. Nur wenn diese so funktionieren, dass sie mit dem Produkt auch weitere Informationen und gegebenenfalls „Handlungsanweisungen“ zuverlässig und dauerhaft weitergeben, wird aus einzelnen Bausteinen ein komplettes System. Wie solche Ketten sich in Verträgen organisieren und dadurch „nachhaltig“ aufrecht erhalten, zeigt für die Verhältnisse in sechs EU-Ländern die Studie von Christian FISCHER, Monika HARTMANN, Nikolai REYNOLD, Philip LEAT, César REVOREDO-GIHA, Maeve HENCHION, Luis Miguel ALBISU und Azucena GRACIA (2009): Factors influencing contractual choice and sustainable relationships in European agri-food supply chains.

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Studie: Kampf um die besten Köpfe

Mittelständische Unternehmen aus der Lebensmittelbranche suchen verstärkt High Potentials

Der starke Aufschwung in der deutschen Wirtschaft hat den Wettbewerb um die besten Köpfe weiter angeheizt. Eine aktuelle Studie der Fachhochschule Erfurt zeigt, dass fast 50 Prozent aller bundesweit befragten mittelständischen Unternehmen aus der Lebensmittelbranche planen, in den kommenden drei Jahren vor allem High Potentials einzustellen. „In der Vergangenheit spielten solche Personalüberlegungen nur bei rund 17 Prozent der Unternehmen eine Rolle“ sagt Studienleiter Prof. Dr. Steffen Schwarz. Entstanden war die Studie im Rahmen eines Praxisprojektes mit Studierenden des 2. Semesters des Masterstudiengangs Business Management an der Fakultät Wirtschaft-Logistik-Verkehr, wo der Professor Existenzgründung und Mittelstandsmanagement lehrt.

Erklärtes Ziel sei in den Unternehmen eine Stärkung der Entscheiderebene. Viele Unternehmer haben gerade in der letzten Wirtschaftskrise erkannt, dass es sinnvoll ist, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen und das Kreativitätspotential im Unternehmen zu erhöhen. „Die gestiegenen Anforderungen durch die Globalisierung zwingen ebenfalls zu einem Umdenken in der Personalpolitik“, erläutert Personalberater Carl Christian Müller von TOPOS Nürnberg, der die Studie begleitet hat.

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Risikomanagement in der Beschaffung

Aktuelle Studie des Fraunhofer IPA

Wie gehen Unternehmen mit Risiken in der Beschaffung um? Wie stellt sich der Reifegrad des Risikomanagements heute dar? Solche und weitere Fragen zum Risikomanagement in der Beschaffung werden in der Studie des Fraunhofer IPA beantwortet. Entscheider aus den Bereichen Einkauf, Logistik und Materialwirtschaft können die Umfrageergebnisse nutzen, um aktuelle Trends zu identifizieren und Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Die Studie stellt und beantwortet aktuell wichtige Fragen für das Risikomanage- ment in der Beschaffung:

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MHMK Studie Unternehmenskommunikation: Reparaturbetrieb für das Management?

Ist Unternehmenskommunikation eine von Führungskräften anerkannte Management-Disziplin? Dieser Frage geht ein Forschungsprojekt der MHMK, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation, nach. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte von 60 befragten Agenturen für Public Relations meint, dass Unternehmenskommunikation auch in kritischen Situationen wie tiefgreifenden Veränderungsprozessen eher ein Reparaturbetrieb als eine anerkannte Management-Disziplin ist. Die komplette Studie ist kostenfrei bei der MHMK in Hamburg bestellbar.

Die Studie ist ein Dokument dafür, dass PR- und Kommunikationsmanagement eine Disziplin ist, die nur langsam ihre Rolle in der Führung von Organisationen findet. Entsprechend ist auch die Branche der PR-Agenturen in zwei Lager geteilt: Das eine Lager versteht sich selbst zuerst als Dienstleister, das andere zuerst als Berater. Sie bewerten unterschiedlich, was Kommunikation für Organisationen überhaupt leisten soll: Rund ein Drittel der befragten Agenturen meint, dass auch das Verhaltensmanagement zum Kommunikationsauftrag in Veränderungsprozessen gehört. „Wenn man aber annimmt, dass das Ziel von Unternehmenskommunikation nach innen vor allem in der Motivation besteht, dann muss es zwingend über die Bereitstellung von Kommunikationsprozessen und -instrumenten hinausgehen“, erklärt Prof. Dr. Jan Lies, Initiator der Studie. „Denn Motivation ist vor allem von Managementverhalten, Arbeitsklima und Anreizen abhängig.“

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Zukunftsfähige Arbeitszeitgestaltung als Wettbewerbsvorteil

 „Arbeitszeit neu gestalten“ – unter diesem Motto fand am 29. Oktober im Schloss Saarbrücken die Auftaktkonferenz für ein neues Modellprojekt mit dem Namen „Neue ArbeitsZeitPraxis“ statt. Gefördert wird das Modellprojekt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, fachlich begleitet von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Gastgeber der Auftaktkonferenz waren die beiden Projektpartner iso-Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft, Saarbrücken und Inmit-Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier. Die beiden Institute haben das Modellprojekt entwickelt und werden es bis April 2013 in den ausgewählten Modellregionen Saarland und den Kammerbezirken Trier und Pfalz bei kleinen und mittleren Betrieben umsetzen.

Arbeitszeitgestaltung als Wettbewerbsfaktor Die weltweite Finanz- und Wirtschaftkrise hat auch das Thema Arbeitszeit- gestaltung als wichtiges Instrument für Arbeitgeber und Arbeitnehmer wieder auf die aktuelle Agenda gesetzt. Die Krise hat auf breiter Basis gezeigt, wie flexible Arbeitszeiten dazu beitragen konnten, die Folgen des wirtschaftlichen Einbruchs abzufangen. Wertvolle Beschäftigte konnten gehalten, Entlassungen vermieden werden. Auch zukünftig wird sich die Arbeitszeitgestaltung in den Unternehmen - auch den kleinen und mittleren - neuen Fragen stellen müssen. Wie lässt sich die Anforderung nach einer flexiblen, bedarfsgerechten und produktiven Unternehmensorganisation mit den Herausforderungen verbinden, die mit älter werdenden Belegschaften, dem Anspruch nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dem Erhalt von Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit einhergehen? Älter werdende Belegschaften erfordern eine branchengerechte Arbeitszeitgestaltung, die ein alter(n)sgerechtes Erwerbsleben bis zum Renteneinstieg ermöglicht. Des Weiteren werden die Anforderungen an die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter steigen, neben der Kinderbetreuung wird die Pflege von älteren Familienmitgliedern eine immer größere Rolle spielen. Hinzu kommen steigende Kundenerwartungen an flexible Servicezeiten und schnelle Auftragserledigungen. Ausgewogene, innovative Arbeitszeitmodelle spielen hier eine wichtige Rolle für zukunftsfähige Lösungen für Arbeitgeber und Beschäftigte. Die betriebliche Praxis hinkt dieser Tatsache insbesondere in den kleinen und mittleren Unternehmen hinterher, wie Untersuchungen zeigen.

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Wirtschaftliches Kalkül als Haupttreiber

Nachhaltigkeit in Beschaffung und Supply Chain Management

Nachhaltigkeit hat sich von einem Trendthema zu einem festen Bestandteil der Unternehmensstrategie entwickelt. Viele Unternehmen berücksichtigen die Prinzipien von Nachhaltigkeit konsequent auch in Einkauf und Supply Chain Management. Haupttreiber ist dabei wirtschaftliches Kalkül. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Umfrage von BME und Roland Berger Strategy Consultants zum Thema "Nachhaltige Beschaffung - Next Level in Procurement Excellence". Weltweit haben mehr als 250 Entscheider aus den Bereichen Einkauf, Lieferketten-Management und Logistik teilgenommen.

Beim Thema Nachhaltigkeit im Einkauf bekennen sich Firmen beispielsweise dazu, gegen Korruption, kartellrechtswidrige Absprachen, Kinder- und Zwangsarbeit vorzugehen und streng auf Menschenrechte, Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie faire Arbeitsbedingungen zu achten.

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