Wissen

Machen Geld und Zeitdruck bestechlich?

Studie zum Einfluss situativer Umstände auf korruptes Handeln

Weshalb lassen sich Mitarbeiter von Unternehmen oder staatlichen Behörden zur Korruption verleiten? Kommen Fälle von Bestechlichkeit umso häufiger vor, je höher die angebotenen Bestechungsgelder sind? Oder ist korruptes Handeln an der Tagesordnung, weil Mitarbeiter in sehr kurzer Zeit Erfolge erzielen müssen? Dr. Tanja Rabl, Wirtschaftswissenschaftlerin an der Universität Bayreuth, kommt in ihren Forschungsarbeiten zum gegenteiligen Ergebnis. Situationsbedingte Faktoren wie Zeitdruck oder die Höhe der Bestechungsleistung zeigen keinen signifikanten Einfluss auf die Häufigkeit korrupten Handelns. Darüber berichtet sie in einem neuen Beitrag für die Zeitschrift "Journal of Business Ethics".

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Alter Erfolg am neuen Standort?

Unternehmenskompetenzen und Standortverlagerung

If I can make it there, I’ll make it everywhere – gilt diese Zeile etwa auch für Unternehmen? Die Ergebnisse einer empirischen Studie von Christina Guenther vom Jenaer MPI für Ökonomik und Guido Buenstorf, Universität Kassel, deuten darauf hin. Die beiden Wissenschaftler haben die Entwicklung ostdeutscher Maschinenbauunternehmen untersucht, die nach 1945 ihren Standort in den Westen verlegten, um der Zwangsenteignung zu entgehen. Das Ergebnis: Die Umsiedler waren ähnlich erfolgreich wie alteingesessene „einheimische“ Firmen. Obwohl sie außer Wissen und Erfahrungen meist nicht viel mitnehmen konnten, war ihre Überlebensrate deutlich höher als die vor Ort neu gegründeter Unternehmen.

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Frauen vertrauen dem Haltbarkeitsdatum, Männer ihrem Geruchssinn

Die sechste Studie der Coop-Initiative «Ess-Trends im Fokus» widmet sich dem Thema Lebensmittelsicherheit

Was verunsichert die Schweizer Bevölkerung rund um das Thema Esswaren und welchen Ansprüchen muss die Lebensmittelsicherheit genügen? Damit befasst sich die sechste repräsentative Studie «Ess-Trends im Fokus», die im Februar 2011 durchgeführt wurde. Knapp zwei Drittel kennen den Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum, drei Viertel wissen, dass man Konservenreste nicht in der Dose aufbewahrt und dass verdorben aussehende Lebensmittel zur Sicherheit entsorgt werden sollten. 71 % der Befragten halten Schweizer Produkte für sicherer als Importware und Männer beurteilen nach anderen Kriterien als Frauen, ob Lebensmittel noch essbar sind.

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Insolvenzvorhersage mit nur einem Parameter

Rostocker Statistiker empfiehlt Banken: Vergesst mir Merton nicht!

Gute Nachrichten für Banken: Im Kampf um eine angemessene Eigenkapitalausstattung wird immer wieder auf die hohe Komplexität von Insolvenzen hingewiesen und die zunehmende Mathematisierung beklagt. Vielleicht ist aber alles gar nicht so schlimm. „Ein Parameter nur reicht, um die Insolvenzwahrscheinlichkeit von Schuldnern passabel vorherzusagen“, sagt Prof. Dr. Rafael Weißbach in einer Studie des Instituts für Volkswirtschaftslehre der Universität Rostock.

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Coup mit Couponing

Promotion-Baromter der UGW listet Mechaniken-Ranking

In den insgesamt sehr promotion-aktiven Monaten März/April setzen Anbieter und Händler auf die sehr abverkaufswirksamen Maßnahmen wie Zugaben, Übergrößen und Multibuy. Aktuell verzeichnet das Promotion-Barometer ProBar® (www.promotion-barometer.de) eine verstärkte Zunahme an Couponing-Aktionen im Handel, so Gernot Lingelbach, Geschäftsführer der UGW Communication und Initiator der größten Promotion-Datenbank mit derzeit über 12.000 Einträgen.

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Kundenempfehlungsprogramme effektiver gestalten

Viele Unternehmen nutzen zum Teil teure Kundenempfehlungsprogramme zur Neukundengewinnung, denn sie wissen, dass persönliche Empfehlungen immer die beste Werbung darstellen. Deshalb bauen Unternehmen auf die persönliche Kommunikation zwischen Kunden, die deutlich effektiver ist als die Massenkommunikation. Manche Kunden eines Unternehmens eignen sich jedoch in besonderer Weise für Kundenempfehlungsprogramme, so eine aktuelle Studie zu „Customer Referral Management“.

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Innovation: Frage von Unternehmenskultur und Managementgeschick

Übergreifendes Forschungsprojekt dreier Hochschulen untersucht Innovationskraft alternder Belegschaften: Menschen schaffen mit ihren Ideen die Grundlage für Innovationen. Für Unternehmen und Organisationen ist es in einem stark konkurrierenden und schnelllebigen Umfeld erforderlich, dass sie ihre Mitarbeiter möglichst effizient und innovativ einsetzen. Aber welchen Einfluss hat die demografische Entwicklung auf die Innovationskraft von Unternehmen? Denn niedrige Geburtenraten und eine Steigerung der Lebensdauer erhöhen den Altersdurchschnitt der Beschäftigten in fast allen Organisationen.

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Mittelständische Firmen sollten gerade in Krisenzeiten täglich ihre Liquidität überblicken

Ob ein krisengeschütteltes Unternehmen überlebt, hängt oft davon ab, wie viel flüssiges Kapital noch vorhanden ist. Aus diesem Grund sollten auch mittelständische Firmen dafür sorgen, dass sie tagesaktuell einen Überblick über ihre eigene Finanzlage haben. Finanzwissenschaftler der Universität des Saarlandes haben beschrieben, welche Faktoren in der Unternehmensbilanz eine Krise ankündigen. Sie haben daraus Handlungsanweisungen  entwickelt, mit denen mittelständische Unternehmen ihre Liquidität möglichst effizient strategisch planen können.

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Vertriebsführungskräfte blicken durchweg positiv in die Zukunft

Nachbericht zum 34. Deutschen Vertriebs- und Verkaufsleiter Kongress (DVVK)

Der Euro bleibt auf Erfolgskurs; die Situation in den hoch verschuldeten Staaten Griechenland, Irland und Portugal ist längst nicht so tragisch wie oft kolportiert. Mit diesen Aussagen eröffnete Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank, den 34. Deutschen Vertriebs- und Verkaufsleiter Kongress am 14. und 15.  April 2011 in München. Die gebotenen Vorträge rund um Zukunftsthemen, strategische Ansätze, Erfolgsstories und Verkaufstipps trafen den Nerv der Verantwortlichen aus Vertrieb und Verkauf: Mit insgesamt 350 Besuchern liegt die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher.

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Wirkung von Lebensmittelkennzeichnungen auf Kinder

Weiter steigende Gesundheitsprobleme bei Kindern wie Karies oder Übergewicht sind ein gesellschaftliches Problem. Versuche, per Kennzeichnungspflicht über gesundheitskritische Inhaltsstoffe aufzuklären und zu gesundheitskonformen Verhalten zu animieren, sollen diesen Problemen entgegenwirken. Doch wirken solche Hinweise auch auf Kinder? Und wenn ja, wie müssen diese gestaltet sein? Diese Fragen werden aktuell im Rahmen eines Forschungsprojektes zum Thema der „Kinderkaufkompetenz“ am Lehrstuhl für Marketing der Universität Siegen beantwortet.

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Werbung im Netz wirkt

Werbung im Internet wirkt - und dies vor allem langfristig. Das hat Matthias Rothensee, Werbewirkungsforscher vom Berliner Marktforschungsunternehmen eye square auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland gezeigt. In seiner Präsentation bei einem gut besuchten Panel des Branchentreffs in Leipzig sprach Rothensee vor allem über die in seinen Studien festgestellte implizite Tiefenwirkung von Online-Werbung. Demnach nehmen Nutzer diese als solche oft gar nicht wahr und können sie konkret kaum erinnern. Trotzdem seien positive Einstellungsänderungen zu Produkten messbar. Genau darin liegt für den Diplom-Psychologen die implizite Wirkung. Markenbilder lassen sich demnach online gut formen. Selbst wenn die explizite Wirkung schnell nachlasse, die implizite halte länger. Banner wirken also auch ohne Klick, sagt der Forscher, vor allem für das Markenimage habe also das, was online gemacht werde, wichtige Effekte.

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