Qualität & Lebensmittelsicherheit

Das BVL stellt die Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung im Jahr 2008 vor

Hohes Niveau der Lebensmittelüberwachung gehalten

Die Länder konnten im Jahr 2008 bei der Lebensmittelüberwachung das Niveau des Vorjahres halten. Die amtlichen Lebensmittelkontrolleure haben fast eine Million Inspektionen in rund 540.000 Betrieben durchgeführt. Das ist mehr als die Hälfte aller Betriebe in der Bundesrepublik Deutschland, die Lebensmittel herstellen, bearbeiten oder verkaufen. Bei knapp 130.000 Betrieben wurden Verstöße festgestellt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Die meisten Beanstandungen betrafen die Betriebshygiene, gefolgt von Mängeln im Hygienemanagement der Betriebe sowie bei der Kennzeichnung und Aufmachung der Lebensmittel. Außerdem haben die Überwachungsbehörden im vergangenen Jahr rund 407.000 Proben untersucht (plus 5000 zu 2007). Davon wurden etwa 55.000 Proben (13,6 %) beanstandet.

Diese Zahlen sind Bestandteil des Jahresberichtes der Bundesrepublik Deutschland zum Mehrjährigen Nationalen Kontrollplan (MNKP), den das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute in Berlin vorgestellt hat. Der Bericht gibt einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten der zuständigen Kontrollbehörden entlang der gesamten Lebensmittelproduktionskette.

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Preis der Besten" für die Fleischwarenbranche

Unternehmensauszeichnung für langjährig hohe Produktqualität - Siegerehrung auf den „DLG-Lebensmitteltagen“ in Darmstadt

Das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat jetzt 343 Unternehmen der Fleischwarenbranche mit dem Preis der Besten geehrt. Mit dieser renommierten Qualitätsauszeichnung honoriert die DLG die nachhaltige Qualitätsproduktion von Unternehmen der europäischen Lebensmittelwirtschaft. Die Preisverleihung fand im Rahmen einer feierlichen Siegerehrung auf den „DLG-Lebensmitteltagen“, dem Branchentreff der deutschen Ernährungswirtschaft, in Darmstadt statt.

Von den 343 ausgezeichneten Unternehmen der Fleischwarenbranche erhielten 203 den Preis der Besten in Gold, 59 in Silber und 81 in Bronze. DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer lobte bei der Preisverleihung den hohen und langjährigen Qualitätsanspruch der Preisträger mit den Worten: „Mit Ihrer gezeigten Qualitätsleistung gehören Sie zum „Club der Besten“. Sie haben sich die heutige, anspruchsvolle Auszeichnung über Jahre hinweg durch konsequente Qualitätsorientierung hart erarbeitet. Damit bauen Sie Ihren Qualitäts– und Vertrauensvorsprung weiter aus und verdeutlichen einmal mehr den hohen Anspruch an die Güte ihrer Lebensmittel.“

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Die letzte Wurst ohne Tränen - 419 Jahre alter Traditionsbetrieb schließt

17 Generationen, ein Handwerk: Seit 419 Jahren war die Metzgerei Göbel stets in Händen der Familie. Jetzt schließt der Traditionsbetrieb, der heute zum letzten Mal Wurst, Maultaschen und Co. verkauft.

Wehmut ist dabei, wenn Wolfgang Göbel zum letzten Mal Würste für den Verkauf in der Wilhelmstraße macht. Reutlingen  Metzgermeister Wolfgang Göbel selbst bevorzugt zum Frühstück Laugenweckle mit einer "schönen Leberwurst drauf". Die stammt wie fast alle Spezialitäten, die in seiner Metzgerei verkauft werden, aus der eigenen Wurstküche. Dort habe er sich schon als kleiner Bub aufgehalten, erzählt der 62-Jährige. Damals saß er auf dem Fenstersims und schaute dem Vater bei der Arbeit zu.

Mit etwa zehn Jahren habe er bereits seinem Vater, der im Krieg schwer verletzt wurde, bei der Arbeit geholfen. "Dass ich Metzger werde, war von Anfang an klar", sagt Göbel am Donnerstagmorgen, als er mit Metzgermeister Andreas Leippert zum letzten Mal Wurst für das Ladengeschäft in der Wilhelmstraße herstellt. Es ist 7.30 Uhr, im Nebenraum rattert der mit Fleisch, Gewürzen und Eis gefüllte Kutter. Außer Leippert und Göbel, die gerade Weißwürste produzieren, ist noch niemand im Betrieb zu sehen.

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"Schlemme rein - hygienischer Umgang mit Lebensmitteln" – eine interaktive Ausstellung für junge Erwachsene

Das Thema Lebensmittelhygiene als ein an sich in der Ernährungsaufklärung vernachlässigtes Thema rückt in den Mittelpunkt – dieses Mal mit präventiver Botschaft. Die Verbraucherzentrale Sachsen und die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen entwickelten eine interaktive Ausstellung mit dem Titel „Schlemme rein – hygienischer Umgang mit Lebensmitteln“, die die Gesundheitsministerin Christine Clauß in der Verbraucherzentrale Dresden eröffnete.

Neben der „Sauberhaltung“ der sächsischen Lebensmittelbranche durch die Lebensmittelüberwachungsbehörden liege die Verantwortung zur Lebensmittelsicherheit jedoch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern selbst. „Schließlich sei laut Robert-Koch-Institut auch die Einhaltung der Küchenhygiene im privaten Haushalt eine wesentliche Maßnahme zur Vermeidung von Lebensmittelinfektionen“, sagte Christine Clauß.

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QS prüft weiter

Neue Staffel der Stichprobenkontrollen hat begonnen

Ab sofort führt die QS Qualität und Sicherheit GmbH in den Produktbereichen Fleisch und Fleischwaren sowie Obst, Gemüse und Kartoffeln erneut Stichprobenkontrollen durch. Mehr als 600 Stichproben sind bis Ende Oktober vorgesehen (Vorjahr: 553). Damit erhöht QS zum wiederholten Male den Umfang der Kontrollen. Die Anzahl der Kontrollen der ausländischen Systempartner verdoppelt sich.

„Durch die Stichproben prüfen wir, ob unsere Systempartner auch zwischen den regulären Systemaudits die QS-Vorgaben einhalten“, sagt Dr. Hermann-Josef Nienhoff, Geschäftsführer der QS Qualität und Sicherheit GmbH. Die unangekündigten Prüfungen helfen, die Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit des gesamten QS-Systems zu kontrollieren. „Wichtig sind diese aktuellen Tests, damit wir das QS-System noch weiter verbessern können“, erklärt Nienhoff.

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Kontrolliertes Genussland Niedersachsen

Lebensmittelimitate: Nachgemachte und verfälschte Lebensmittel sind ein Dauerthema für die Lebensmittelüberwachung

Solange Lebensmittel kommerziell hergestellt und an andere abgegeben werden, gab und gibt es immer wieder Versuche, die Käufer über die tatsächliche Beschaffenheit der Produkte zu täuschen. Der durchaus berechtigte Wunsch der Verbraucherinnen und Verbraucher, gute Qualität zu günstigen Preisen zu erhalten, fördert teilweise die „Kreativität“ mancher Hersteller, Lebensmittel nachzumachen oder zu verfälschen. Das Aufspüren solcher verfälschter Lebensmittel ist ein Dauerthema für die amtliche Lebensmittelüberwachung. Irreführungen und Täuschungen wird behördlich nachgegangen und sie werden geahndet. Soweit  entsprechende Tatbestände gerichtlich festgestellt werden, sind in schwerwiegenden Fällen Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren möglich.

Die aktuell diskutierten Täuschungsvorgänge bei Käse, Schinken und anderen Erzeugnissen erfordern, obwohl die betreffenden Produkte nicht gesundheitsschädlich sind, zweifellos besondere Aktivitäten der Überwachung, sie sollten aber auch die Verbraucherinnen und Verbraucher dazu veranlassen, sich Zutatenlisten bei verpackten Produkten genau anzusehen und bei lose angebotener Ware die tatsächliche Beschaffenheit zu erfragen.

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Lebensmittelsicherheit in Belgien

Verband belgisches Fleisch (FEBEV) begrüßt die Teilnahme der Schlachthöfe und Zerlegebetriebe an den Branchenleitlinien

Der Verband belgisches Fleisch (FEBEV) zeigt sich mit der Teilnahme seiner Mitglieder an den Branchenleitlinien oder Guide Lines im Sektor „Schlachten und Zerlegen“ sehr zufrieden. Für die 140 angeschlossenen Schlachthöfe und Zerlegebetriebe werden die Guide Lines als ideales Instrument gewertet, um den Anforderungen der Eigenkontrollsysteme zu entsprechen.

Die Leitlinien werden nach EN-Norm 45011 zertifiziert und sind vergleichbar mit IFS- und BRC-Lastenheften; sie berücksichtigen zudem die spezifischen Hygiene- und HACCP-Auflagen der Branche.

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Alarmierende Ergebnisse beim Grillfleisch-Test der Arbeiterkammer

Qualität von Grillfleisch so schlecht wie noch nie - Sechs von 21 Proben gesundheitsschädlich

So schlecht war die Qualität von Grillfleisch noch nie. Der aktuelle Test der Arbeiterkammer Oberösterreich brachte recht ungustiöse Ergebnisse. Von 21 Proben (Cevapcici, Schweine-, Rind- und Hühner-fleisch) war mehr als die Hälfte nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet. Sechs Proben waren sogar gesundheitsschädlich. Besonders betroffen: Hühnerfleisch und Cevapcici. Die AK rät, Fleisch frisch und ungewürzt zu kaufen und noch am gleichen Tag auf den Grill zu legen.

In neun Filialen großer Lebensmittelhändler (Billa, Hofer, Maximarkt, Pen-ny, Interspar, Lidl, Pro Kaufland, Merkur) wurden insgesamt 21 Stichproben gezogen. Es handelte sich um mariniertes Schweine- und Rindfleisch so-wie gewürzte Geflügelteile und Cevapcici. Die Proben wurden unter Einhaltung der Kühlkette in das Labor der Belan Ziviltechniker-GmbH gebracht und dort mikrobiologisch, sensorisch und chemisch analysiert. Zur Beurteilung wurde das Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz herangezogen.

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Branchenleitlinien im tierischen Sektor Belgiens unter Dach und Fach

Hohe Anforderungen der „Föderale Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette“ (FASNK) an die „Eigenkontrollsysteme“ erfüllt

Die sogenannte „General Food Law“ – die EU-Verordnung 178/2002 definiert in Art. 17, dass jeder Betrieb in der Futter- und Nahrungsmittelkette verantwortlich für die Qualität seiner Produkte ist und ein funktionstüchtiges Eigenkontrollsystem nachweisen muss. Zudem ist jeder Betrieb verpflichtet, ein Eingangs- und Ausgangsregister zu führen, um die Rückverfolgbarkeit zu garantieren (Art. 18). Die Kontrolle der Eigenkontrollsysteme obliegt den einzelnen Mitgliedsstaaten.

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Woche des guten Geschmacks / DLG-EuroFoodTest 2009

DLG testet 6.000 Lebensmittel und Getränke

Genuss rangiert längst auf Platz eins in der Verbrauchergunst. Nicht umsonst haben Kochshows, die Regionalität unserer Lebensmittel oder Ethno-Food Hochkonjunktur. Es gibt eine Wissenschaft, die sich mit dem Genusswert als Qualitätsmerkmal von Lebensmitteln beschäftigt, die Lebensmittelsensorik. Die Sensorik-Experten des DLG-Testzentrums Lebensmittel erforschen seit vielen Jahren die Objektivierbarkeit von Geruch und Geschmack und legen Parameter für die Messbarkeit von Produktqualität fest. Im Rahmen des DLG-EuroFoodTests am 10. und 11. März nehmen die DLG-Experten in Köln rund 6.000 Lebensmittel unter die Qualitätslupe. Die Qualitätstests finden parallel zur Anuga FoodTec, der Internationalen Fachmesse für Lebensmittel und Getränketechnologie, statt.

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DLG-Test Bio-Lebensmittel: Grüne Vielfalt unter der Qualitätslupe

Bio-Experten testeten 916 Produkte - Alle Ergebnisse unter www.DLG.org/bioproduktetest

Bio ist in aller Munde. Auch 2009 wird dem "grünen Lebensmittelsegment" ein Wachstum prognostiziert. Dank der Vielfalt an Produkten gibt es kaum noch einen Lebensmittelbereich, in dem der Verbraucher nicht ökologisch einkaufen kann. Wie steht es aber um die Qualität von Bio? Die Experten des Testzentrums Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) haben bereits zum dritten Mal Bio-Lebensmittel sensorisch geprüft. Es wurden 916 Produkte von 171 Unternehmen aus nahezu allen Lebensmittelbereichen getestet. Im Mittelpunkt der Qualitätsprüfung stand die sensorische Analyse und mit ihr der Genusswert der Lebensmittel. 326 Erzeugnisse erhielten eine DLG-Prämierung in Gold. Alle Ergebnisse sind im Internet unter www.DLG.org/Bioproduktetest veröffentlicht.

Bio ist im Lebensmitteleinzelhandel zu einem unverzichtbaren Zeichen für bewussten Umgang mit Lebensmittelqualität geworden. In Deutschland kennen rund drei Viertel der Konsumenten Bioprodukte, bei jedem dritten Verbraucher landeten beim letzten Einkauf Bioprodukte im Einkaufskorb. Jeder dritte Konsument ist, nach Informationen von AC Nielsen, davon überzeugt, mit Bioprodukten seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Die Attraktivität des grünen Lifestyles zieht immer mehr Menschen an.

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