Qualität & Lebensmittelsicherheit

DLG-Experten testeten Produkte der "schnellen Küche"

Rund 5.800 Convenience-Erzeugnisse unter der Qualitätslupe

Das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat in diesem Jahr rund 5.800 Convenience-Produkte von 285 Unternehmen unter die Qualitätslupe genommen. Davon wurden 2.700 Erzeugnisse jetzt in den Messehallen Bad Salzuflens getestet. Geprüft wurden Produkte der "schnellen Küche". Hierzu zählen Tiefkühlprodukte und Fertiggerichte ebenso wie Feinkostartikel, Fisch & Seafood sowie Fleisch in Selbstbedienungspackungen.

Weiterlesen

Sommerzeit - Grillzeit: LAVES untersucht mariniertes Grillfleisch

In der Grillsaison ist küchenfertig vorbereitetes Fleisch, z. B. marinierte Schweineschnitzel, Steaks oder Koteletts sehr beliebt. Das Marinieren macht das Fleisch nicht nur würzig, sondern auch zarter. Allerdings können stark gewürzte Marinaden nicht nur unangenehme Gerüche überdecken, wenn das Fleisch beispielsweise nicht mehr ganz frisch ist, auch kann nicht mehr zu erkennen sein, ob das angebotene Schnitzel tatsächlich auch ein Schnitzel ist. Aus diesem Grund hat das Lebensmittel- und Veterinärinstitut (LVI) Oldenburg des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) insgesamt 73 Proben fertig mariniertes, rohes Grillfleisch untersucht.

Weiterlesen

Bolognese-Soßen getestet: Markenprodukte überzeugen

Bei einem Test von 22 tafelfertigen Bolognese-Soßen mit und ohne Fleisch schnitten Markenprodukte aus dem Glas am besten ab. Ein Produkt war sogar „sehr gut“. Von vier vegetarischen Bolognese-Soßen erhielt nur eine die Note „Gut“, fünf ebenfalls getestete Soßen-Fix im Beutel zur Zubereitung von Bolognese können die Tester hingegen nicht empfehlen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der September-Ausgabe ihrer Zeitschrift test.

Weiterlesen

Parmaschinken in der Gastronomie

Ein Bericht aus Laboralltag des Untersuchungsamtes Stuttgart

Als „Prosciutto di Parma“ (Parmaschinken) wird eine italienische Schinkenspezialität aus einem eng begrenzten Gebiet der Region Parma bezeichnet. Bedingt durch seinen Herstellungsprozess handelt es sich um ein hochpreisiges Erzeugnis, das durch die Eintragung in die Liste der geschützten geographischen Bezeichnung der EU zusätzlich an Exklusivität gewonnen hat.

Weiterlesen

CERTUS soll QS-fähig bleiben

lpork und FEBEV ziehen an einem Strang

Der belgische Certus-Standardgeber Belpork und der Verband der belgischen Schlachthöfe und Zerlegebetriebe FEBEV haben sich darauf verständigt, im gemeinsamen, konstruktiven Dialog eine nachhaltige Einigung mit QS erzielen zu wollen, damit die QS-Fähigkeit von belgischem Certus-Schweinefleisch auch nach dem 31.12.2012 garantiert bleibt. Mit geballter Kraft reagieren die beiden Parteien auf die zuvor von QS avisierte Beendigung des Vertrages zum Jahresende 2012.

Weiterlesen

Beim Metzger fühlen sich viele sicherer

Graus vor Gammelfleisch? – Umfrage: Mehrheit hält keimhaltiges Fleisch für größtes Gesundheitsrisiko in der Küche

Seit Beginn der Grillsaison türmen sich in den Supermärkten und Metzgereien wieder marinierte Steaks, Koteletts und Bratwürste. Doch so ganz wohl ist vielen Deutschen manchmal nicht beim Einkauf, die Furcht vor gammeligem Fleisch ist immer noch zu spüren. Wie eine Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" ergab, halten fast zwei Drittel der Deutschen keimhaltiges Fleisch für das größte Gesundheitsrisiko in der Küche (61,7 %).

Weiterlesen

QS führt Antibiotikamonitoring ein

Prüfsystem der Wirtschaft zielt auf Minimierung des Medikamenteneinsatzes in der Tierhaltung

QS. Ihr Prüfsystem für Lebensmittel. wird ein Monitoringprogramm zur Minimierung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung einführen. Für die Geflügelfleischerzeugung fällt der Startschuss im April 2012. Mitte des Jahres soll das Programm auf die Schweinemast ausgedehnt werden. Das hat die QS Qualität und Sicherheit GmbH in ihren Fachbeiräten für Geflügel sowie Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch beschlossen.„Die Wirtschaft nimmt die Besorgnis der Verbraucher über die Verwendung von Antibiotika in der Tierhaltung und über das Auftreten von resistenten Erregern ernst. Wir wollen dazu beitragen, die Verwendung von Antibiotika in der Landwirtschaft auf das absolut notwendige Maß zu senken. Mit unserem Monitoringprogramm werden wir eine belastbare Datengrundlage schaffen, aus der wir die notwendigen Konsequenzen für eine Minimierung des Antibitotikaeinsatzes ableiten“, erläutert QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff.Obwohl die Wissenschaft noch nicht alle Fragen hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen dem Antibiotikaeinsatz in der Tier- und in der Humanmedizin einerseits und der Resistenzproblematik andererseits vollständig beantworten kann, wird der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung derzeit intensiv diskutiert. Losgelöst von den aktuellen Diskussionen hatten die Mitglieder der QS-Fachbeiräte auf Initiative der Geflügel- und auch Schweineerzeuger bereits im vergangenen Jahr die Arbeit an der Einführung eines Antibiotikamonitorings aufgenommen. Gegenwärtig wird mit Hochdruck an den Leitfäden und an der technischen Umsetzung in einer zentralen Datenbank gearbeitet.Auch wenn die Diskussion über praktische Details nicht abgeschlossen ist, stehen die Eckpunkte des Monitoringprogramms bereits fest:Alle Tierhalter im QS-System dürfen künftig nur noch Antibiotika von Tierärzten beziehen, die im QS-System registriert sind und sich zur Meldung der Antibiotikaverschreibungen gegenüber QS verpflichtet haben. Die Tierärzte geben alle relevanten Daten zum Antibiotikaeinsatz, wie Verschreibungs- und Anwendungsdatum, Arzneimittel, Menge und Dauer der Behandlung, in die Datenbank ein. Nach Vorliegen einer belastbaren Datengrundlage und Beurteilung durch Experten wird QS gemeinsam mit den Fachbeiräten Kategorien festlegen, in die Betriebe je nach Höhe des Antibiotikaeinsatzes eingestuft werden. Betriebe mit erhöhtem Antibiotikaeinsatz werden verpflichtet, sich nach einem abgestuften Maßnahmenplan durch ihren Hoftierarzt und externe Fachleute zum Beispiel über Schritte zur Verbesserung ihres Hygienemanagements beraten zu lassen. Bleibt der Erfolg aus, können Sanktionsmaßnahmen verhängt und erhöhte Auflagen bestimmt werden. Nach Erfassung der Stammdaten nimmt das Antibiotikamonitoring im April 2012 mit der Erfassung aller Antibiotikaverschreibungen seinen Betrieb auf. Das betrifft alle 3.800 QS-zertifizierten Geflügelhalter im In- und Ausland. Im Laufe des Jahres wird das System auf die 43.000 Schweinehalter im QS-System ausgedehnt. Die kumulierten Daten werden nach verschiedenen Aspekten und unter Beachtung des Datenschutzes ausgewertet, um eine fachgerechte Darstellung der tatsächlichen Situation zu erreichen und Transparenz für Wirtschaft und amtliche Kontrolle zu schaffen.

Das Monitoringprogramm wird durch die Erfassung des Antibiotikaeinsatzes eine Vergleichsbasis (Benchmark) schaffen: Tierhalter und Tierärzte erkennen anhand der Daten und geeigneter Auswertungen Handlungsbedarf. Geflügel- und Schweinehalter mit einem überdurchschnittlichen Einsatz antimikrobieller Medikamente sind aktiv gefordert ihr Gesundheitsmanagement zu verbessern, um künftig mit weniger Antibiotika auszukommen. Für Verbraucher wird das blaue QS-Prüfzeichen künftig auch eine Orientierungshilfe für einen verantwortungsbewussten, minimierten Medikamenteneinsatz in der Tierhaltung sein.

Weiterlesen

Geflügelwirtschaft will sich besser kontrollieren lassen

Deutsche Geflügelwirtschaft nimmt Tierschutz ernst - und finanziert unangekündigte Kontrollen im QS-System

Die deutschen Geflügelhalter nehmen Tierschutz, Tiergesundheit und Hygiene ernst - und scheuen auch unangekündigte Kontrollen nicht. Ab sofort stellen sich die deutschen Hähnchen- und Putenhalter freiwillig zusätzlichen Überprüfungen im QS-System für Qualität und Sicherheit in der Lebensmittelkette. Die von der Geflügelwirtschaft finanzierten sogenannten "Spotaudits" der QS Qualität und Sicherheit GmbH starten im Februar 2012 und überprüfen die landwirtschaftlichen Betriebe in Bezug auf Tierschutz, Tiergesundheit und Hygiene. "Wir haben in unseren Ställen nichts zu verbergen", sagt Leo Graf von Drechsel als Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG). "Bei uns können sich Experten jederzeit davon überzeugen, dass das Stallmanagement funktioniert und dass es den Tieren gut geht." Dieses Plus an Kontrolle und Sicherheit für den Verbraucher ist in der deutschen Veredelungswirtschaft bislang einmalig. In die zusätzlichen Kontrollen investiert die deutsche Geflügelwirtschaft rund 300.000 Euro.

Weiterlesen

Mangelnde Hygiene wird am häufigsten beanstandet

Zahl der Beanstandungen bleibt stabil / BVL stellt Ergebnisse der amtlichen Lebensmittel- und Bedarfsgegenständeüberwachung 2010 vor

Mängel in der Betriebshygiene und im Hygienemanagement sind nach wie vor die Hauptursache für Beanstandungen. Das zeigen die Zahlen der amtlichen Lebensmittelüberwachung für das Jahr 2010, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute in Berlin präsentiert hat. Insgesamt liegt die Zahl der Beanstandungen aber weiterhin konstant auf einem niedrigen Niveau. 

Weiterlesen

EU erklärt Belgien Aujesky-frei

Export vereinfacht

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben sich jetzt einstimmig darauf verständigt, dass Belgien der Status „frei von der Aujesky’schen Krankheit“ zuerkannt wird. Sobald die öffentliche Bekanntmachung erfolgt (voraussichtlich Ende Oktober) ist 20 Tage später der Status rechtskräftig.

Weiterlesen

EHEC O104:H4-Ausbruchsgeschehen in Deutschland aufgeklärt

Auslöser waren Sprossen von aus Ägypten importierten Bockshornkleesamen - Gemeinsame Erklärung von BfR, BVL und RKI

Bestimmte Chargen von aus Ägypten stammenden Bockshornkleesamen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit für die EHEC O104:H4-Ausbrüche in Deutschland und Frankreich verantwortlich. Grundlage für die Aufklärung waren epidemiologische Untersuchungen sowie die Rück- und Vorwärtsverfolgung von Samenlieferungen durch eine eigens dafür gegründete deutsche EHEC-Task Force. Nachdem auch in Frankreich Ausbruchsfälle mit demselben Erreger aufgetreten sind, hat eine europäische Task Force unter Leitung der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA die Rückverfolgung auf europäischer Ebene übernommen. Die EFSA und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) empfehlen ebenso wie die deutschen Behörden, keine Sprossen für den Eigenbedarf zu ziehen und keine Sprossen oder Keimlinge zu verzehren, die nicht gründlich durchgegart wurden. Hintergrund ist, dass nach gegenwärtigem Kenntnisstand möglich ist, dass noch mit EHEC kontaminierte Sprossensamen im Umlauf sind.

Weiterlesen