Archiv

Ferkelkastration: Schmerzbehandlung praxistauglich

Berufsstand und Landwirtschaftsministerium für gemeinsamen Weg in Deutschland

Seit Jahrhunderten werden männliche Ferkel kastriert, um zu verhindern, dass bei der Zubereitung von Schweinefleisch unangenehmer Ebergeruch entsteht. Dabei gibt es allerdings bisher - anders als in Kampagnen von Tierschutzorganisationen suggeriert wird - keine praxistaugliche Alternative zur betäubungslosen Kastration. So ist die vom Deutschen Tier­schutzbund geforderte Gasnarkose mit Isofluran für Ferkel nicht zugelassen und verhindert den Kastrationsschmerz nicht. Auch die in den Niederlanden geplante CO2-Betäubung hat ihre Praxistauglichkeit bisher nicht bewiesen und ist überdies auf deutsche Verhältnisse nicht übertragbar.

Weiterlesen

Sonnleitner: Bauern und Marktpartner brauchen CMA und ZMP

Verhandlung vor Verfassungsgericht belegt Notwendigkeit zentraler Absatzförderung

„Die zentrale Absatzförderung für eine mittelständisch geprägte deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft ist dringend erforderlich, um im offenen europäischen Binnenmarkt und auf wachsenden Exportmärkten erfolgreich sein zu können.“ Das erklärte am 17. September 2008)der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, in Karlsruhe. Das Bundesverfassungsgericht hatte Befürworter und Gegner des Absatzfondsgesetzes zu einer mündlichen Verhandlung nach Karlsruhe geladen. Sonnleitner betonte, dass „wir als mittelständisch geprägte Agrar- und Ernährungswirtschaft ein Recht auf eine starke zentrale Absatzförderung haben“. Er halte das Absatzfondsgesetz für verfas­sungsgemäß.

Weiterlesen

Erste Anhörung gutes Zeichen für Zukunft des Absatzfonds

Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts zur Frage der Verfassungsmäßigkeit der gesetzlichen Beitragspflicht zum Absatzfonds der Land- und Ernährungswirtschaft

Zur mündlichen Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts zur Frage der Verfassungsmäßigkeit der gesetzlichen Beitragspflicht zum Absatzfonds der Land- und Ernährungswirtschaft erklären sich der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Bleser MdB und die zuständige Berichterstatterin, Marlene Mortler MdB:

Weiterlesen

Kontrolle von Listeria monocytogenes in vorverpacktem Kochschinkenaufschnitt

Quelle: Food Microbiology 25 (2008), 177-182.

Hitzebehandelte Fleischerzeugnisse können durch Rekontamination beim Aufschneiden und Verpacken mit der pathogenen Bakterienart Listeria monocytogenes (L. m.) belastet werden. Während einer anschließenden längeren Kühllagerung kann L. m. dann hohe Keimzahlen erreichen, so dass die Produkte zu einem Sicherheitsrisiko für bestimmte Verbrauchergruppen werden. Man ist daher bemüht, den Anforderungen des vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes einerseits und des Handels andererseits durch Einsatz geeigneter Technologien gerecht zu werden. Die Hochdrucktechnolgie ist ein Verfahren, dass sich in den letzten Jahren im Lebensmittelbereich zunehmend etabliert hat. In Kombination mit antimikrobiellen Substanzen, welche eine Erholung sublethal geschädigter Bakterien nach einer Hochdruckbehandlungen (HDB) verhindern, können mildere HDB angewandt werden. Die HDB wird in Spanien und den USA bereits kommerziell bei Kochschinkenaufschnitt eingesetzt.

Weiterlesen

Verderb spanischer Blutwurst nach Hochdruckbehandlung

Quelle: International Journal of Food Microbiology 123 (2008), 246-253.

Eine Gruppe von Forschern (DIEZ et al.) der Universitäten Burgos, Udine und Turin untersuchte die Zusammensetzung der Mikroflora einer spanischen Blutwurst (morcilla de Burgos) nach einer Hochdruckbehandlung (HDB) bei 600 MPa, 15 °C für 10 min (adiabatische Temperaturzunahme: 3 °C pro 100 MPa).

Weiterlesen

Intramuskulärer Fettgehalt bei Schweinefleisch – wie stark beeinflusst er den Genusswert?

Zwei kontroverse Studien

Quelle: 1. Journal of Animal Science 86 (2008), 730-737 2. European Food Research and Technology (2008), DOI 10.10007/s00217-007-0810-x- Online First.

Das Thema „Intramuskulärer Fettgehalt bei Schweinefleisch“ wird in Deutschland seit mehreren Jahrzehnten intensiv und kontrovers diskutiert. Fakt ist, dass bei den hierzulande üblichen Gebrauchskreuzungen nur noch Fettgehalte von etwa 1-1,5 % im Rückenmuskel zu finden sind. Das sei im Hinblick auf die sensorische Qualität viel zu wenig, sagen die Einen.

Weiterlesen

Fleischverpackungen

Nabenhauers Warenkunde Lebensmittelverpackungen (2)

Für die Fleischverpackung wird oftmals eine Vakuumverpackung eingesetzt. Dabei wird der Folienaufbau PA/PE mit bzw. ohne Barrierefolie eingesetzt. Die Fleischverpackung kann ohne Weichfolie nicht mehr sinnvoll abgewickelt werden, da zunehmend mehr verpackt wird. Die Oberfolie wird vielfach mit einem Transportverpackungstext bedruckt versehen.

Weiterlesen