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Möllenberg [NGG]: Gesunde, „saubere“ Lebensmittel nur mit sozialen Standards möglich!

Ausbruch von BSE vor drei Jahren – Nicht alle Ursachen sind bis heute beseitigt!

Nach mehreren Razzien auf Schlachthöfen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, der jüngsten am vergangenen Donnerstag in Gehlenberg, mit dem Ergebnis des Verdachts von gewerbsmäßiger Schleusung, illegaler Beschäftigung, Sozialmissbrauch, Wucher und Lohndumping und anlässlich des Ausbruchs der Rinderseuche BSE in Deutschland vor drei Jahren hat  Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)Franz-Josef Möllenberg Stellung bezogen.

"Die Frage der Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln muss stärker öffentlich diskutiert werden. Die Transparenz in der Lebensmittelkette ist für den Verbraucher nach wie vor nicht sicher gestellt. Die Gewerkschaft NGG fordert, dass bei Qualitätskriterien auch die Einhaltung sozialer Standards berücksichtigt werden muss. Qualitativ hochwertige Lebensmittel und hochwertiges Fleisch kann es nur geben, wenn qualifizierte Arbeitskräfte eingesetzt werden und die Arbeitsbedingungen in der Ernährungswirtschaft auch attraktiv sind.

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Die TopTen der Convenience-Produkte

Auch in diesem Jahr veröffentlicht die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) gemeinsam mit der Lebensmittel Zeitung (LZ) die Internationalen Convenience TopTen aus den Bereichen Tiefkühlkost, Feinkost, Fertiggerichte und SB-verpacktes Frischfleisch in Form einer Hitliste. Ergänzt wurde das Ranking durch den jeweils besten ausländischen Anbieter in den genannten Sparten. Die TopTen Listen genießen mittlerweile in Fachkreisen hohes Ansehen, da sie ein "Who ist Who" der Convenience-Branche darstellen.

Im Deutschen Fachverlag (DFV) in Frankfurt wurden die diesjährigen Sieger in einem feierlichen Rahmen von Michael Schellenberger, Geschäftsführer des DFV, und Dr. Dietrich Rieger, Hauptgeschäftsführer der DLG, ausgezeichnet. In einem kurzen, informativen Vortrag wies Michael Schellenberger " auf die Perspektiven für Ernährungswirtschaft und Handel in einem neuen, größeren Europa" hin.

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Minister Backhaus: Entscheidung der Länder zur Legehennenverordnung ist ein Erfolg für den Tierschutz

"Mit dieser Entscheidung feiern wir einen Erfolg für den Tierschutz", sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) am Freitag nach der Bundesratssitzung zur Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung in Berlin. Die Länder haben mehrheitlich einem Antrag Mecklenburg-Vorpommerns und Niedersachsens zugestimmt, das ein Prüfverfahren für alle Haltungssysteme ausgenommen der konventionellen Käfige vorsieht. Ein Ausstieg der Käfighaltig ist zwei Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung vorgesehen. "Wir fordern die Regierung auf, die Verordnung unverzüglich zu erlassen. Dann wäre ein Ausstieg aus der Käfigbatterie-Haltung sogar vor 2006 möglich", sagte Minister Backhaus. Damit wird der "Tierschutz-TÜV" für Haltungssysteme aller Tierarten eingeleitet, so der Minister.

Ein Prüfverfahren für Haltungssysteme nach Paragraph 13 des Tierschutzgesetzes stellt sicher, dass auch serienmäßig hergestellte Stallsysteme, die dem Tierschutzgesetz entsprechen und darüber hinausgehen, untersucht werden. "Für die Wirtschaft bedeutet das, dass nach Abschluss der Prüfverfahren mehrere tierschutzgerechte Haltungsverfahren zur Verfügung stehen", betonte Minister Backhaus. Eine Abwanderung der Betriebe ins Ausland, wo die Eier unter Tierschutzgesichtspunkten völlig unakzeptablen Bedingungen produziert werden, müsse unbedingt aufgehalten werden.

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Schaffleischerzeugung in Deutschland nimmt ab

Selbstversorgungsgrad dennoch gestiegen

Die Schafhaltung geht in Deutschland geht weiter zurück, das ergaben die Viehzählungsergebnissse vom Mai dieses Jahres. Danach sank die Zahl der Schafe innerhalb von zwölf Monaten um 3,1 Prozent auf rund 2,64 Millionen Tiere. Besonders stark reduzierte sich der Anteil der Tiere unter einem Jahr. Hiervon zählte man im Mai 2003 nur noch 931.600 Stück, 6,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Auch in den kommenden Jahren dürfte sich die rückläufige Bestandsentwicklung fortsetzen, denn in der Gruppe der weiblichen Zuchttiere wurde der Bestand um 1,3 Prozent abgestockt.

Die Bestandseinschränkungen der letzten Jahre spiegeln sich in den Schlachtungen wider: 2002 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gut 13 Prozent weniger  Schafe und Lämmer inländischer Herkunft geschlachtet als vor Jahresfrist. Gleichzeitig nahm der Anteil ausländischer Herkünfte um rund 23 Prozent zu. Insgesamt verfehlten die Schlachtungen von in- und ausländischen Tiere das Vorjahresniveau um knapp sieben Prozent.

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Was bedeuten E-Nummern?

Neuer Ratgeber der Verbraucherzentralen

Komplizierte Namen, nichts sagende Buchstaben und Nummern – es ist nicht leicht, die Zutatenliste auf Lebensmittelverpackungen zu entschlüsseln. Wer weiß etwa, was sich hinter Calciumdinatriummethylendiamintetraacetat verbirgt? Über 300 Stoffe sind in der EU und somit auch in Deutschland zugelassen, um Lebensmittel zu färben, zu konservieren, anzudicken, zu stabilisieren, zu emulgieren, zu aromatisieren und vieles mehr. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen in Deutschland (vzbv) hat ihren Ratgeber „Was bedeuten die E-Nummern?“ aktualisiert und überarbeitet. Darin werden nicht nur sämtliche in der EU zugelassene E-Nummern entschlüsselt, sondern auch wichtige Hinweise für Allergiker, Asthmatiker und andere Risikogruppen gegeben. Vegetarier können Zusatzstoffe tierischer Herkunft aufspüren. Wer Gentechnik bei Lebensmitteln meiden will, findet auch dazu wichtige Angaben.

Der Ratgeber „Was bedeuten die E-Nummern?“ kann zum Preis von 5,80 Euro inklusive aller Versand- und Portokosten gegen Rechnung bestellt werden beim Versandservice des vzbv, Heinrich-Sommer-Str. 13, 59939 Olsberg, (Telefon: 0 29 62 - 90 86 47, Fax: 0 29 62 - 90 86 49) oder per eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder direkt im Internet unter www.vzbv.de

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Aktuelle ZMP-Markttendenzen

Vieh und Fleisch

An den Fleischgroßmärkten war der Handel mit Rindfleisch von einer sehr verhaltenen Nachfrage und geringer Aktionsbereitschaft geprägt. Die Preise orientierten sich bestenfalls am Niveau der Vorwoche. Das Angebot an Schlachtrindern fiel unerwartet reichlich aus. Ausschlaggebend dafür waren offensichtlich verstärkte Anlieferungen der Bullenmäster, da Prämien berechtigte Tiere noch im laufenden Jahr geschlachtet werden müssen. Die Schlachtereien konnten daher aus dem Vollen schöpfen und korrigierten die Preise nach unten. Davon betroffen war auch weibliches Schlachtvieh. Die Bundesmittel für Jungbullen der Fleischhandelsklasse R3 sowie für Kühe der Klasse O3 sanken um jeweils fünf Cent auf 2,24 Euro und 1,46 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Die Nachfrage nach Rindfleisch aus dem benachbarten europäischen Ausland entsprach nicht den Erwartungen deutscher Versandunternehmen, häufig mussten auch hier weitere Preiszugeständnisse gemacht werden. – In der kommenden Woche dürfte sich an der Angebotssituation im Jungbullenbereich wenig ändern, da nach wie vor Prämien berechtigte Tiere in den Ställen stehen. Die Preise werden daher voraussichtlich zur Schwäche neigen. – Auf den Fleischgroßmärkten setzte sich die feste Preistendenz für Kalbfleisch fort. Ausschlaggebend für das hohe Preisniveau ist nicht die Nachfrage, sondern das vergleichsweise kleine Angebot. Die Notierungen für pauschal abgerechnete Schlachtkälber dürften in der Berichtswoche auf ihrem Stand von 4,84 Euro je Kilogramm verharren. – Die Notierungen für Nutzkälber entwickelten sich uneinheitlich.

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Der Bundesrat, die Legehennen und der Tierschutzbund

Der Bundesrat hat soeben mit Mehrheit in einem trickreichen Antrag von Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen beschlossen, dass die Käfighaltung von Legehennen über das eigentliche Verbot ab 2007 weiterhin möglich sein soll. Darüber hinaus wurde per Beschluss den sogenannten ausgestalteten Käfigen und damit weiterer Tierquälerei unbefristet Tür und Tor geöffnet. Zudem wollen die Länder, dass die Schweine in Deutschland auch weiterhin in enger Haltung in Dunkelställen und auf Vollspaltenböden gehalten werden und amputiert werden dürfen, um sie an die tierquälerischen Haltungssysteme anzupassen. Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, erklärt in einer ersten Stellungnahme vor Ort: "Wir begrüßen, dass Bundesministerin Renate Künast diese gesetzlich sanktionierte Tierqual nicht mit ihrer Unterschrift besiegeln wird". Europas größte Tier- und Naturschutzorganisation kündigt massive Kampagnen in den Bundesländern an, die sich heute für die Tierqual ausgesprochen haben.
  
"Der Bundesrat hat den Tierquäler den roten Teppich ausgerollt und ist zur Folterkammer der Tiere geworden. Das ist ein trauriger Tag für den Tier- und Verbraucherschutz. In den ausgestalteten Käfigen, die die Eierindustrie beschönigend als "Kleingruppenhaltung" zu tarnen versucht, wären die Tierschutzprobleme genau so wie in den jetzt bestehenden Käfigen", erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Das Bundesverfassungsgericht hat die Käfighaltung bereits 1999 als Tierquälerei verurteilt. Darüber hinaus ist der Schutz der Tiere seit 2002 auch als Staatsziel im Grundgesetz verankert. "Die Länder wollen geltendes Recht nun zugunsten der Eierindustrie opfern. Wir werden es jedoch nicht hinnehmen, dass sich Politiker von der Eierbranche instrumentalisieren lassen. Für uns ist das kein Ende unseres Kampfes für das Wohl der Tiere. Wir machen weiter bis die millionenfache Tierqual in den deutschen Ställen beendet ist", so Wolfgang Apel kämpferisch.
  
Bei der Schweinehaltung, über die heute ebenfalls abgestimmt wurde, hat sich eine Mehrheit der Länder gegen Verbesserungen für die Tiere ausgesprochen. Der von Bundesministerin Renate Künast vorgelegte Vorschlag und die darin enthaltenen Verbesserungen für die Tiere wurden in entscheidenden Punkten abgelehnt. Nach dem Willen der Länder sollen Schweine auch künftig in drangvoller Enge auf Vollspaltenböden in dunklen Ställen dahin vegetieren und durch Amputationen ihrer Schwänze an das Haltungssysteme angepasst werden.

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Nutztierhaltung im Bundesrat

Ergebnis der Beratungen des Bundesrates zur Zweiten Verordnung zur Änderung der Tierschutz - Nutztierhaltungs - Verordnung

Der Bundesrat hat heute über die zweite Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, mit der ein spezieller Abschnitt für das Halten von Schweinen in die Verordnung eingefügt werden soll, beraten. Er hat der Verordnung mit einer Reihe von Maßgaben zugestimmt.

Das Ergebnis des Bundesratsverfahrens zu den wesentlichen Punkten stellt sich wie folgt dar:

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Bauernverband sieht Erfolg für die Tierhaltung in Deutschland

Tierschutz - Nutztierhaltungs - Verordnung des Bundesrates werde Tierschutz voranbringen

Der heutige Beschluss des Bundesrates zur Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung mit der Schweine- und Hühnerhaltungsverordnung dient der Weiterentwicklung eines wirksamen Tierschutzes in Deutschland und ermöglicht im harten, weltweiten Wettbewerb Arbeitsplätze in der heimischen Tierhaltung zu sichern, erklärt der Deutsche Bauernverband (DBV). Im Tierschutz dürfe nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. Fortschritte in Deutschland dürften nicht zu Abwanderungen der Produktion an ausländische Konkurrenten führen, die mit wesentlich schlechteren Tierschutzstandards arbeiteten und diese Produkte dann nach Deutschland exportierten. Deshalb habe der Bundesrat heute eine Entscheidung zugunsten der Tiere und des Tierschutzes gefällt; sie berücksichtige aber auch die Wettbewerbssituation der heimischen Tierhalter, betont der DBV. Dies seien die Prinzipien der Nachhaltigkeit.

Mit dem Bundesratsbeschluss werde das Halten von Nutztieren tiergerechter auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen. Keinesfalls werde das Verbot der Haltung von Legehennen in Käfigen auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben, wie Bundesministerin Renate Künast befürchtet. Gemeinsam mit dem Zentralverband der Deutschen Geflügelhalter stellt der DBV fest, dass mit dem Bundesratsbeschluss der Weiterentwicklung von Haltungssystemen wie der Kleingruppenhaltung über ein Prüfverfahren Rechnung getragen werde. Mit der Schweinehaltungs-Verordnung würden bisher fehlende bundeseinheitliche Tierschutzregelungen geschaffen und die Tierschutzerlasse einiger Bundesländer abgelöst werden. Die neuen Vorschriften orientierten sich an den umzusetzenden EU-Vorgaben, gingen jedoch teilweise über eine 1:1-Umsetzung hinaus. Auch wenn der DBV grundsätzliche Bedenken hat, wenn europäisches Recht nicht gleichlautend in deutsches Recht umgesetzt wird, trägt er den Beschluss des Bundesrates mit. Denn die deutschen Schweinehalter könnten in Zukunft unter weitgehend wettbewerbsgleichen Bedingungen in der EU ihre Schweine halten.

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Bayern war gestern gegen die Käfighaltung und stimmte heute ...

Eigentlich mit der Mehrheit für die die Änderung. Aber das war möglicherweise der Staatssekretärin nicht so ganz klar. Oder verstehen Sie ihre Antwort auf eine Pressemeldung der Bayerischen Grünen anders?

Großer Erfolg für die Agrarwende - Stoiber lenkt bei der Legehennenverordnung ein, sagen die Grünen

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Funktionelle Getränke

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Verbraucherzentrale

Getränke mit angepriesenem Zusatznutzen halten nicht, was sie versprechen. In einigen Fällen entpuppen sich die angeblichen Heilsbringer sogar als potentiell gesundheitsschädlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite Marktanalyse der Verbraucherzentralen von so genannten Funktionellen Getränken, die durch die Anreicherung verschiedener Wirksubstanzen ein Plus an Gesundheit, Vitalität oder Power versprechen. „Die Getränke erwecken den Eindruck, man müsste nur zugreifen, um gesund, ewig jung oder vital zu sein“, so Professor Edda Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv). In einigen Fällen könne genau das Gegenteil eintreten.

Um die Irreführung durch Werbeaussagen zu unterbinden und die Verbraucher vor möglichen Gesundheitsgefahren zu schützen, hat EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne zwei Verordnungsentwürfe zu nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben bei Lebensmitteln (Health Claims) sowie zur Lebensmittelanreicherung vorgelegt. Der vzbv fordert die Bundesregierung und die deutschen Vertreter im Europäischen Parlament auf, die Entwürfe mit Nachdruck zu unterstützen und zur Verabschiedung zu bringen. Zudem müssen die Mitgliedstaaten durch weitreichende Sanktionen und eine konsequente Überwachung sicherstellen, dass die Vorschriften auch wirklich eingehalten werden.

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