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Aktuelle ZMP-Markttendenzen

Vieh und Fleisch

An den Fleischgroßmärkten war der Handel mit Rindfleisch von einer sehr verhaltenen Nachfrage und geringer Aktionsbereitschaft geprägt. Die Preise orientierten sich bestenfalls am Niveau der Vorwoche. Das Angebot an Schlachtrindern fiel unerwartet reichlich aus. Ausschlaggebend dafür waren offensichtlich verstärkte Anlieferungen der Bullenmäster, da Prämien berechtigte Tiere noch im laufenden Jahr geschlachtet werden müssen. Die Schlachtereien konnten daher aus dem Vollen schöpfen und korrigierten die Preise nach unten. Davon betroffen war auch weibliches Schlachtvieh. Die Bundesmittel für Jungbullen der Fleischhandelsklasse R3 sowie für Kühe der Klasse O3 sanken um jeweils fünf Cent auf 2,24 Euro und 1,46 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Die Nachfrage nach Rindfleisch aus dem benachbarten europäischen Ausland entsprach nicht den Erwartungen deutscher Versandunternehmen, häufig mussten auch hier weitere Preiszugeständnisse gemacht werden. – In der kommenden Woche dürfte sich an der Angebotssituation im Jungbullenbereich wenig ändern, da nach wie vor Prämien berechtigte Tiere in den Ställen stehen. Die Preise werden daher voraussichtlich zur Schwäche neigen. – Auf den Fleischgroßmärkten setzte sich die feste Preistendenz für Kalbfleisch fort. Ausschlaggebend für das hohe Preisniveau ist nicht die Nachfrage, sondern das vergleichsweise kleine Angebot. Die Notierungen für pauschal abgerechnete Schlachtkälber dürften in der Berichtswoche auf ihrem Stand von 4,84 Euro je Kilogramm verharren. – Die Notierungen für Nutzkälber entwickelten sich uneinheitlich.

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Der Bundesrat, die Legehennen und der Tierschutzbund

Der Bundesrat hat soeben mit Mehrheit in einem trickreichen Antrag von Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen beschlossen, dass die Käfighaltung von Legehennen über das eigentliche Verbot ab 2007 weiterhin möglich sein soll. Darüber hinaus wurde per Beschluss den sogenannten ausgestalteten Käfigen und damit weiterer Tierquälerei unbefristet Tür und Tor geöffnet. Zudem wollen die Länder, dass die Schweine in Deutschland auch weiterhin in enger Haltung in Dunkelställen und auf Vollspaltenböden gehalten werden und amputiert werden dürfen, um sie an die tierquälerischen Haltungssysteme anzupassen. Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, erklärt in einer ersten Stellungnahme vor Ort: "Wir begrüßen, dass Bundesministerin Renate Künast diese gesetzlich sanktionierte Tierqual nicht mit ihrer Unterschrift besiegeln wird". Europas größte Tier- und Naturschutzorganisation kündigt massive Kampagnen in den Bundesländern an, die sich heute für die Tierqual ausgesprochen haben.
  
"Der Bundesrat hat den Tierquäler den roten Teppich ausgerollt und ist zur Folterkammer der Tiere geworden. Das ist ein trauriger Tag für den Tier- und Verbraucherschutz. In den ausgestalteten Käfigen, die die Eierindustrie beschönigend als "Kleingruppenhaltung" zu tarnen versucht, wären die Tierschutzprobleme genau so wie in den jetzt bestehenden Käfigen", erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Das Bundesverfassungsgericht hat die Käfighaltung bereits 1999 als Tierquälerei verurteilt. Darüber hinaus ist der Schutz der Tiere seit 2002 auch als Staatsziel im Grundgesetz verankert. "Die Länder wollen geltendes Recht nun zugunsten der Eierindustrie opfern. Wir werden es jedoch nicht hinnehmen, dass sich Politiker von der Eierbranche instrumentalisieren lassen. Für uns ist das kein Ende unseres Kampfes für das Wohl der Tiere. Wir machen weiter bis die millionenfache Tierqual in den deutschen Ställen beendet ist", so Wolfgang Apel kämpferisch.
  
Bei der Schweinehaltung, über die heute ebenfalls abgestimmt wurde, hat sich eine Mehrheit der Länder gegen Verbesserungen für die Tiere ausgesprochen. Der von Bundesministerin Renate Künast vorgelegte Vorschlag und die darin enthaltenen Verbesserungen für die Tiere wurden in entscheidenden Punkten abgelehnt. Nach dem Willen der Länder sollen Schweine auch künftig in drangvoller Enge auf Vollspaltenböden in dunklen Ställen dahin vegetieren und durch Amputationen ihrer Schwänze an das Haltungssysteme angepasst werden.

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Nutztierhaltung im Bundesrat

Ergebnis der Beratungen des Bundesrates zur Zweiten Verordnung zur Änderung der Tierschutz - Nutztierhaltungs - Verordnung

Der Bundesrat hat heute über die zweite Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, mit der ein spezieller Abschnitt für das Halten von Schweinen in die Verordnung eingefügt werden soll, beraten. Er hat der Verordnung mit einer Reihe von Maßgaben zugestimmt.

Das Ergebnis des Bundesratsverfahrens zu den wesentlichen Punkten stellt sich wie folgt dar:

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Bauernverband sieht Erfolg für die Tierhaltung in Deutschland

Tierschutz - Nutztierhaltungs - Verordnung des Bundesrates werde Tierschutz voranbringen

Der heutige Beschluss des Bundesrates zur Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung mit der Schweine- und Hühnerhaltungsverordnung dient der Weiterentwicklung eines wirksamen Tierschutzes in Deutschland und ermöglicht im harten, weltweiten Wettbewerb Arbeitsplätze in der heimischen Tierhaltung zu sichern, erklärt der Deutsche Bauernverband (DBV). Im Tierschutz dürfe nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. Fortschritte in Deutschland dürften nicht zu Abwanderungen der Produktion an ausländische Konkurrenten führen, die mit wesentlich schlechteren Tierschutzstandards arbeiteten und diese Produkte dann nach Deutschland exportierten. Deshalb habe der Bundesrat heute eine Entscheidung zugunsten der Tiere und des Tierschutzes gefällt; sie berücksichtige aber auch die Wettbewerbssituation der heimischen Tierhalter, betont der DBV. Dies seien die Prinzipien der Nachhaltigkeit.

Mit dem Bundesratsbeschluss werde das Halten von Nutztieren tiergerechter auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen. Keinesfalls werde das Verbot der Haltung von Legehennen in Käfigen auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben, wie Bundesministerin Renate Künast befürchtet. Gemeinsam mit dem Zentralverband der Deutschen Geflügelhalter stellt der DBV fest, dass mit dem Bundesratsbeschluss der Weiterentwicklung von Haltungssystemen wie der Kleingruppenhaltung über ein Prüfverfahren Rechnung getragen werde. Mit der Schweinehaltungs-Verordnung würden bisher fehlende bundeseinheitliche Tierschutzregelungen geschaffen und die Tierschutzerlasse einiger Bundesländer abgelöst werden. Die neuen Vorschriften orientierten sich an den umzusetzenden EU-Vorgaben, gingen jedoch teilweise über eine 1:1-Umsetzung hinaus. Auch wenn der DBV grundsätzliche Bedenken hat, wenn europäisches Recht nicht gleichlautend in deutsches Recht umgesetzt wird, trägt er den Beschluss des Bundesrates mit. Denn die deutschen Schweinehalter könnten in Zukunft unter weitgehend wettbewerbsgleichen Bedingungen in der EU ihre Schweine halten.

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Bayern war gestern gegen die Käfighaltung und stimmte heute ...

Eigentlich mit der Mehrheit für die die Änderung. Aber das war möglicherweise der Staatssekretärin nicht so ganz klar. Oder verstehen Sie ihre Antwort auf eine Pressemeldung der Bayerischen Grünen anders?

Großer Erfolg für die Agrarwende - Stoiber lenkt bei der Legehennenverordnung ein, sagen die Grünen

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Funktionelle Getränke

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Verbraucherzentrale

Getränke mit angepriesenem Zusatznutzen halten nicht, was sie versprechen. In einigen Fällen entpuppen sich die angeblichen Heilsbringer sogar als potentiell gesundheitsschädlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite Marktanalyse der Verbraucherzentralen von so genannten Funktionellen Getränken, die durch die Anreicherung verschiedener Wirksubstanzen ein Plus an Gesundheit, Vitalität oder Power versprechen. „Die Getränke erwecken den Eindruck, man müsste nur zugreifen, um gesund, ewig jung oder vital zu sein“, so Professor Edda Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv). In einigen Fällen könne genau das Gegenteil eintreten.

Um die Irreführung durch Werbeaussagen zu unterbinden und die Verbraucher vor möglichen Gesundheitsgefahren zu schützen, hat EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne zwei Verordnungsentwürfe zu nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben bei Lebensmitteln (Health Claims) sowie zur Lebensmittelanreicherung vorgelegt. Der vzbv fordert die Bundesregierung und die deutschen Vertreter im Europäischen Parlament auf, die Entwürfe mit Nachdruck zu unterstützen und zur Verabschiedung zu bringen. Zudem müssen die Mitgliedstaaten durch weitreichende Sanktionen und eine konsequente Überwachung sicherstellen, dass die Vorschriften auch wirklich eingehalten werden.

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Weniger Geflügel in der EU

Deutsche Erzeugung wuchs 2003 weiter

Die Geflügelfleischerzeugung in der Europäischen Union nahm nach ersten Hochrechnungen der ZMP 2003 um 2,5 Prozent auf 8,82 Millionen Tonnen ab. An Hähnchenfleisch wurden EU-weit mit 6,15 Millionen Tonnen knapp fünf Prozent weniger produziert. Die Erzeugung an Putenfleisch sank um fast acht Prozent auf knapp 1,69 Millionen Tonnen und die an Entenfleisch um vier Prozent auf 382.000 Tonnen. Der Selbstversorgungsgrad der EU mit Geflügel insgesamt ermäßigte sich um drei Prozentpunkte auf 103 Prozent.

Innerhalb der einzelnen Mitgliedstaaten gab es 2003 eine uneinheitliche Entwicklung: In Frankreich, dem mit Abstand bedeutendsten Geflügelfleischproduzenten der Union, sank die Erzeugung um gut fünf Prozent auf 2,06 Millionen Tonnen; mit der Einschränkung reagierten die Geflügelmäster auf die aus ihrer Sicht unzureichenden Erlöse.

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Weihnachtsessen 2003

Verbrauchervorschau der ZMP auf den Monat Dezember

Die Vorlieben für bestimmte Gerichte und Fleischarten entscheiden in diesem Jahr darüber, ob die deutschen Verbraucher mehr oder weniger als im Vorjahr für ihr bevorzugtes Weihnachtsessen zu zahlen haben. Mit überwiegend stabilen Preisen ist bei Rind- und Schweinefleisch sowie bei Hähnchen und Karpfen zu rechnen, während Lamm und Pute sich teurer bezahlen lassen. Dafür gibt es den Gänse- oder Entenbraten billiger. Die Plätzchenbäcker bekommen Mehl und Butter zu fortgesetzt niedrigen Preisen, lediglich Eier kosten diesmal erheblich mehr. Jonagold, die Lieblingsapfelsorte der Bundesbürger, sowie Orangen gibt es reichlich und günstig, heimische Wintergemüsearten und vor allem Kartoffeln kosten aber mehr als vor Jahresfrist. Rindfleisch oft ähnlich günstig wie im Vorjahr

Trotz der deutlich rückläufigen deutschen Rindererzeugung in diesem Jahr ist genügend Rindfleisch aus dem In- und Ausland am Markt, und die Konsumenten kaufen oft ähnlich günstig ein wie im Vorjahr. Im November dieses Jahres kostete ein Kilogramm Rinderfilet auf der Einzelhandelsstufe ebenso wie im Vorjahr durchschnittlich rund 24,50 Euro. Der Kilopreis für Kalbsschnitzel lag im Novembermittel wie im Vorjahr bei 17,24 Euro. Wesentliche Änderungen sind bis zum Jahresende nicht zu erwarten, allenfalls für bevorzugt gefragte edle Teilstücke könnte es feiertagsbedingt noch leichte Aufschläge geben.

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Deutscher Agrarexport trotzt starkem Euro

CMA erwartet für 2003 Plus von 1 Mrd. Euro

Bis Jahresende 2003 könnten die deutschen Agrarexporte auf 32,52 Mrd. Euro ansteigen. Dies hat die CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH, ausgehend von den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes bis August 2003 und den Entwicklungen der Agrarexporte im letzten Quartal der Vorjahre, ermittelt. Seit Jahren verbuchen die deutschen Exporteure von Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Rohprodukten stetig wachsende Umsätze im Auslandsgeschäft. Obwohl ein ungünstiger Wechselkurs die Ausfuhren in Länder außerhalb der Euro-Zone zurzeit erschwert, dürfte gegenüber dem Vorjahr, in dem nach offiziellen Statistiken 31,11 Mrd. Euro im Ausland erwirtschaftet wurden, ein Plus von mehr als einer Milliarde Euro erreicht werden.

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CMA-Website bietet Benutzern neue Features

Information von Anfang an -

"Mit durchschnittlich 1,6 Millionen Zugriffen pro Monat hat sich die CMA-Website als eines der bedeutendsten Internetangebote für Landwirtschaft und Ernährung etabliert", so Detlef Steinert, Pressesprecher der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH. Bewährt hat sich vor allem der zielgruppenorientierte Ansatz mit vier Kanälen, die unterschiedlichen Informationsbedürfnissen gerecht werden. Dass dieses Konzept erfolgreich ist, belegt nicht nur die Nutzerstatistik, sondern auch die Tatsache, dass andere Websiteanbieter dieses Konzept übernommen haben. Neu ist, dass den Besuchern auf der Startseite nun zielgruppenübergreifend Informationen über die aktuellsten Maßnahmen der CMA auf einen Blick präsentiert werden. Die erweiterte Benutzerführung im Kopfbereich des CMA-Internetauftritts macht nun ein schnelles Wechseln zwischen den Kanälen möglich. Eine Sitemap, die einen Überblick über das umfangreiche Informationsangebot der CMA bietet, sowie die benutzerfreundliche Suchfunktion unterstützen den Besucher bei der Orientierung auf www.cma.de.

Der Kanal "Märkte & Profis" richtet sich an Fachleute aus der Land- und Ernährungswirtschaft sowie der Exportbranche. Auch Pressevertreter finden hier die aktuellsten Informationen. "Wissen & Wissenschaft" bietet Ärzten, Ernährungsexperten, interessierten Verbrauchern, aber auch Lehrern, Schülern und Studenten speziell aufbereitete Inhalte rund um den Themenkomplex "Nahrungsmittel - von der Entstehung bis zur Ernährungswissenschaft". Der Kanal "Young 'n' Fun" spricht game- und fun-begeisterte Kinder und Jugendliche an. Im Vordergrund steht hier die Unterhaltung mit spritzig-informativen Beiträgen zu Landwirtschaft und Ernährung. Rezepte, Warenkunde, Saisonkalender, Menüplaner, Einkaufstipps und vieles mehr zu Lebensmitteln und Agrarprodukten finden sich im Kanal "Genuss & Leben", der speziell bei Verbrauchern Interesse für die Aufgaben und Tätigkeiten der CMA weckt.

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