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Erneut BAB-Kuh in Großbritannien festgestellt

Wie animal-health-online meldet, reißt die Welle der britischen BSE-Kühe, die nach dem im August 1996 für alle Tierarten in Kraft getretenen Tiermehlverbot geboren wurden, nicht ab. Jetzt wurde bei einer im Oktober 1996 auf der „Isle of Wight" geborenen Kuh BSE amtlich festgestellt. Erst in der vergangenen Woche meldete das britische sechs BSE-Kühe, die nach den völligen Tiermehlverbot geboren wurden. Insgesamt beläuft sich die Zahl auf mehr als 60.

Bereits im Juli 1988 wurde in Großbritannien Tiermehl zur Fütterung von Rindern verboten. Die sogenannten "BAB"-Fälle (Born after the ban) wurde zwischen Juli 1988 und August 1996 mit der irrtümlichen oder illegalen Verfütterung von Tiermehl bzw. Schweine - und Geflügelfutter an Rinder erklärt. Eine offizielle Erklärung für die "BAB"-Fälle liegt nicht vor. In Fachkreisen wird der Einsatz von tierischen Fetten in Milchaustauschern als mögliche Quelle infektiöser BSE-Prionen diskutiert.

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Antibiotikarueckstaende in Huehnereiern

Zu den Rueckstandsfunden von Antibiotika in Huehnereiern aus Legehennenbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern erklaeren der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Mueller und der agrarpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Matthias Weisheit:

Es muss lueckenlos aufgeklaert werden, wie es zur Kontamination der Eier mit den Rueckstaenden des Wirkstoffs Lasalocid-Na gekommen ist. Die Verwendung dieses Anti-Parasitikums ist in der Legehennenhaltung verboten. Es muss daher festgestellt werden in welcher Weise die Legehennen mit dem Antibiotikum in Kontakt gekommen sind.

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Die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland November 2003

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im dritten Vierteljahr 2003 erstmals seit dem dritten Quartal 2002 im Verlauf wieder gestiegen. Nach ersten Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) saison-, kalender- und preisbereinigt(*) um 0,2 % zu, nachdem es im zweiten Quartal 2003 um 0,2 % zurückgegangen war. Das BIP lag im dritten Quartal damit real um 0,2 % niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ein Kalendereffekt war nicht zu verzeichnen. Die Ausdehnung der gesamtwirtschaftlichen Leistung war auf eine deutliche Erhöhung des Exportüberschusses zurückzuführen, die sowohl auf einer starken Zunahme der Exporte als auch auf einem Rückgang der Importe basierte. Die inländische Verwendung war dagegen rückläufig, wurde aber durch den höheren Außenbeitrag überkompensiert.

Die reale Inlandsnachfrage sank saison- und kalenderbereinigt im dritten Quartal um 1,6 % gegenüber dem Vorquartal. Diese schwache Entwicklung ist in erster Linie auf den erneuten Rückgang der Privaten Konsumausgaben (-0,6 %), den Einbruch bei den Ausrüstungen (-3,6 %) und einen negativen Wachstumsbeitrag bei den Vorräten (-1,1 %) zurückzuführen. Hingegen wirkten der Staatskonsum (+0,4 %) und die Bauinvestitionen (+0,9 %) im Quartalsvergleich stützend auf die Inlandsnachfrage. Der Wachstumsimpuls des Außenbeitrags zum Bruttoinlandsprodukt betrug 1,8 %. Das ist der höchste Wert seit der Wiedervereinigung.

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Konstituierende Sitzung des Beirates für Genetische Ressourcen

Künast erwartet wissenschaftliche Unterstützung bei Erhaltung und nachhaltiger Nutzung der genetischen Vielfalt

Bundesverbraucherministerin Renate Künast sieht sich ihrem Ziel, verstärkte Initiativen zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der genetischen Vielfalt für Ernährung, Land- und Forstwirtschaft zu entwickeln, ein gutes Stück näher gekommen. Mit der Konstituierung des Beirates für Genetische Ressourcen hat sie Sachverständige aus verschiedenen Disziplinen zur wissenschaftlichen Begleitung und Beratung ihrer Politik berufen. „Dies ist wesentlicher Bestandteil einer umfassenden Konzeption, mit der wir auf breiter Front dem Verlust der biologischen Vielfalt in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft entgegenwir­ken wollen. Gleichzeitig werden wir alles daran setzen, die Potenziale dieser Vielfalt mit Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung, vielfältige Ernährung und neue wirtschaftliche Betätigungs­felder aktiv zu nutzen“, so Bundesverbraucherministerin Renate Künast.

Wie die gerade neu veröffentlichte rote Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten deutlich mache, sei die biologische Vielfalt u.a. aufgrund nicht nachhaltiger Nutzung zunehmend bedroht. Dies gelte auch für die Vielfalt der Arten, die in der Land- und Forstwirtschaft und für die menschliche Ernährung genutzt würden oder nutzbar wären. Damit gehe möglicherweise ein großes Potenzial für die Anpassung der land- und forstwirt­schaftlichen Erzeugung an zukünftige Anforderungen und für eine vielfältige Ernährung, die Erzeugung biologischer Wirkstoffe, nachwachsender Rohstoffe und erneuerbarer Energieträger verloren, so Künast.

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3 Jahre BSE in Deutschland

Umfangreiche Maßnahmen zur Risikominimierung, dennoch kein Grund zur Entwarnung

Derzeit sind in Deutschland 287 BSE-Fälle amtlich bestätigt (2000 = 7, 2001 = 125, 2002 = 106, 2003 = 49; Stand: 20.11.). Seit Bestätigung des ersten BSE-Falls eines in Deutschland geborenen Rindes am 26. November 2000 wurden in Deutschland rund 7,5 Millionen BSE-Schnelltests durchgeführt. Die meisten der bisherigen BSE-Fälle wurden durch ein spezielles Überwachungsprogramm bei solchen Tieren gefunden, die verendet waren, not- oder krankgeschlachtet wurden oder klinische Erscheinungen aufwiesen. 92 der bisherigen 287 BSE-Fälle wurden bei klinisch gesunden Schlachtrindern mit Hilfe der Schnelltests entdeckt.

Zur Minimierung des Risikos wurden in allen Bereichen von Haltung, Schlachtung und Verarbeitung von Wiederkäuern umfangreiche Schutzmaßnahmen getroffen. Diese Schutz- und Überwachungsmaßnahmen ergänzen und überlappen sich in ihrer Zielrichtung und gewährleisten nach dem derzeitigen Stand des Wissens den größtmöglichen gesundheitlichen Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher.

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Erzeugerpreise im Oktober um 1,7 % gestiegen

Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im Oktober 2003 um 1,7% höher als im Oktober 2002. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, blieb der Index im Oktober 2003 gegenüber dem Vormonat unverändert.

Gleichzeitig mit den Zahlen für Oktober 2003 legt das Statistische Bundesamt die Ergebnisse der Neuberechnung des Erzeugerpreisindex auf der Indexbasis 2000 = 100 vor. Auf der Grundlage der Strukturen des gewerblichen Inlandsabsatzes im neuen Basisjahr 2000 wurden alle Indizes ab Januar 2000 neu berechnet. Daraus ergeben sich für das Jahr 2003 – im Vergleich mit der bisherigen Indexbasis 1995=100 – folgende Veränderungen der Jahresteuerungsraten:

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Discounter auf dem Prüfstand - 50 Supermärkte anonym getestet

Allenfalls durchschnittliche Ergebnisse bei Servicecheck

International Service Check/Multisearch hat nach dem Zufallsauswahlprinzip je zehn Discount-Märkte der Ketten Aldi, Lidl, Norma, Penny und Plus durch anonyme Servicechecker testen lassen.

Alle ausgewählten Märkte befinden sich in Nordrhein-Westfalen. Getestet wurde in den sechs Hauptkategorien Ordnung/Pflege/Übersicht, Warenpräsentation, Preisauszeichnung, Frische/Korrektes Ablaufdatum, Warenverfügbarkeit und Verhalten Mitarbeiter. Die maximal zu erreichende Prozentzahl in jeder Kategorie war 100. Aus den Einzelresultaten der Hauptkategorien errechnet sich das jeweilige Gesamtergebnis für eine Discount-Kette.

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Nüssel: Wettbewerbsposition der Veredelungswirtschaft sichern

Nationale Umsetzung der EU-Agrarreform

Eine rasche Einigung über die Modalitäten der nationalen Umsetzung der Luxemburger Beschlüsse zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik fordert Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes, von der Bund-Länder-Agrarministerkonferenz, die am 27. November tagt.

Die Umsetzung der Reform, deren Herzstück die Entkopplung der Direktzahlungen ist, kann insbesondere für den Fleisch- und Milchsektor erhebliche Auswirkungen haben. Nüssel setzt sich dafür ein, die Ent-kopplung so auszugestalten, dass abrupte Einbrüche in der Produkti-onsstruktur abgewendet werden. Kurzfristige Verwerfungen auf den Märkten für die tierische Produktion müssen vermieden werden.

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Legehennenhaltung ein Spielball der Emotionen?

Aktuelle Diskussion zur Käfighaltung zeigt politisches Dilemma auf

 Die Käfighaltung von Legehennen wird in der gesamten Europäischen Union ab 2012 verboten. In Deutschland soll ein solches Verbot durch die Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vom 28. Februar 2002 bereits ab dem Jahreswechsel 2006/2007 gelten. Nun aber machen Wissenschaftler, Fachkreise und Politiker - einschließlich des ehemaligen niedersächsischen Landwirtschaftsministers Uwe Bartels, SPD, sowie des Tierschutzbeauftragten der SPD, Dr. Wilhelm Priesmeier - gegen diese Vorgabe mobil. Sie offenbaren damit ein Dilemma, in dem Landwirtschaftsministerin Renate Künast steckt: Der Wunsch nach mehr Tierschutz lässt sich offensichtlich nicht mit einem Alleingang durch ein nationales Gesetz umsetzen.

Fakt ist, dass die Boden- und Freilandhaltung den Tieren nach einer Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover1) nicht die erhofften Verbesserungen bringt.

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Augen auf beim Räucherlachskauf

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Ehlens mit Verbraucherschutztipp

Damit das hochwertige Lebensmittel Räucherlachs auch als vakuumverpackte Ware seinen berechtigten Ansprüchen gerecht werden kann, empfiehlt Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen auf drei Dinge ganz besonders zu achten. Erstens: Räucherfisch in Vakuumverpackungen möglichst frühzeitig vor Ablauf des Mindesthaltbarkeits- bzw. Verbrauchsdatums verzehren. Zweitens: Die "Kühlkette" nicht unterbrechen, am besten Kühltaschen oder Kühlboxen für den Weg vom Einzelhandel bis zum häuslichen Kühlschrank einsetzen. Drittens: Räucherlachs, der nicht für den sofortigen Verzehr bestimmt ist, einfrieren und vor dem geplanten Genuss im Kühlschrank auftauen.

Hintergrund dieser Tipps, so Ehlen weiter, seien zwei unterschiedliche Erkenntnisse des zum Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gehörenden Veterinärinstitutes für Fische und Fischwaren Cuxhaven.

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Novelle Handwerksordnung: Erfreulicher Zwischenstand

Einen positiven Zwischenstand gibt es aus Sicht des Fleischerhandwerks bei der Diskussion um Kleinunternehmergesetz und HWO-Novelle zu berichten: Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat beschlossen, am 26. November beide Gesetzesvorhaben gemeinsam zu behandeln. Damit konnte ein Kernanliegen des Handwerks, keine Abspaltung einzelner Regelungsgegenstände der HWO vorzunehmen, sondern eine Gesamtdiskussion zu führen, nach vielen intensiven und schwierigen Gesprächsrunden mit den politi-schen Parteien realisiert werden.

Anschließend wird am 27. November die 2. und 3. Lesung der HWO-Novelle im Bundestag stattfinden und bereits am 28. November stehen die Beratungen im Bundesrat an.

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